HP gibt PCs, Notebooks und Tablets auf

UnternehmenMit Hewlett Packard verabschiedet sich der Weltmarktführer für Komplettrechner und Notebooks aus dem umsatzträchtigen Markt. Konzernchef Léo Apotheker strukturiert HP aktuell um und gab bei dieser Gelegenheit bekannt, dass sich das Unternehmen stärker auf Cloud-Dienste und Angebote für Geschäftskunden konzentrieren wird.

Erstes Opfer der Neustrukturierung: Die erst frisch renovierte Tablet- und Smartphone-Sparte. Mit dem Kauf der PDA-Veteranen von Palm hoffte man bei HP noch vor etwas über einem Jahr, den von Apples iPad dominierten Markt der Tablet-PCs neu ordnen zu können. Und tatsächlich erschien das HP Touchpad, basierend auf Palms WebOS, als potentielle Konkurrenz zu Android-Geräten und iPads. Ein wenig Feinschliff fehlte den Tablets zwar noch und auch die App-Auswahl fiel zum Start eher enttäuschend aus, dennoch war das Potential des Touchpads deutlich sichtbar.

Nun wird das Projekt allerdings quasi über Nacht beerdigt. Alle bereits produzierten Touchpads werden aktuell zu Preisen ab 99 Euro ausverkauft - verramscht würde es allerdings besser treffen, schließlich lag der ursprüngliche Preis bei über 500 Euro. Für 129 Euro bietet HP im hoffnungslos überforderten Webshop auch das Touchpad mit 32 GB Speicher. Für weitere 50 Euro erhält man das bislang nicht offiziell erschienene aber offenbar bereits produzierte Touchpad mit 64 GB und schnellerem Prozessor. Auf Nachfrage wollte HPs Pressestelle es zwar nicht bestätigen, dennoch werden die Geräte zu diesen Preisen in den kommenden Tagen auch im regulären Handel zu finden sein, wie uns Mitarbeiter eines Elektronik-Discounters versicherten. Eine Versorgung mit Updates ist mit dem Ausstieg aus dem Tablet-Segment allerdings nicht mehr gewährleistet.

Doch die Tablets und Palm-Smartphones sind nur der Anfang der Umstrukturierung. In den kommenden Monaten kommen laut Apotheker auch die PC- und Notebooksparte unter den Hammer. Obwohl dort mit 40 Milliarden US-Dollar Umsatz ein großer Teil des Gesamtumsatzes von HP generiert wird, reicht dem Konzern die schrumpfende Gewinnspanne von zuletzt nur noch 6 Prozent offenbar nicht mehr aus. Semiaccurate.com will allerdings bereits von einem potentiellen Käufer dieser umsatzträchtigen Sparte wissen. Der koreanische Elektronikmulti Samsung soll bereits seit einiger Zeit mit HP an entsprechenden Plänen gearbeitet haben.


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6 Kommentare

6.) TRANSPORTER 31.10.2011 - 22:21 Uhr
Ich hab am Wochenende die Frankfurter Allgemeine Zeitung gelesen, dort wurde am 28.Oktober geschrieben, dass HP die PC Sparte nicht einstellen wird.
Hier mal der vollständige Artikel:

http://www.faz.net/-gqi-6uogz

Grüße,

TRANSPORTER
5.) Dod 24.08.2011 - 13:26 Uhr
eXEC:
Erstmal ganz ruhig bleiben, es wird voraussichtlich einfach nur eine Tochterfirma von HP die Sparten übernehmen.


Samsung arbeitet aber offenbar ja schon länger an einer eventuellen Übernahme - würde auch gut passen eigentlich.
4.) eXEC 24.08.2011 - 13:11 Uhr
Erstmal ganz ruhig bleiben, es wird voraussichtlich einfach nur eine Tochterfirma von HP die Sparten übernehmen.
3.) Dod 24.08.2011 - 07:14 Uhr
Die Druckersparte wird nicht eingestellt. Es geht tatsächlich nur um PCs, Notebooks, Tablets und Smartphones.
2.) Mr.Smith 24.08.2011 - 06:45 Uhr
Werden dann auch Drucker und sowas in der Richtung eingestellt?
1.) Phenocore 22.08.2011 - 20:56 Uhr
Damit verliert vermutlich auch AMD einen guten OEM-Partner. Insbesondere in den letzten Jahren kamen die meisten Notebooks mit AMD-CPUs von HP in Europa.
http://geizhals.at/eu/?cat=nb&sort=arti ... f=1482_AMD

Von Samsung gibt es gerade mal 8 Notebooks mit AMDs CPUs, aber wer weiß, vielleicht gibts da auch ein Umdenken nach der Übernahme, wenn eine statt findet...

[size=85:uu1tahuh]PS: schöne News[/size:uu1tahuh]