Creative Labs auf Problemsuche

UnternehmenWährend die Soundkarten von Creative Labs jahrelang das Nonplusultra und aus keinem PC wegzudenken waren, haben die "SoundBlaster" in der letzten Zeit vermehrt an Bedeutung verloren, was vor allem an der zunehmenden Beliebtheit von günstigen, aber durchaus hochwertigen OnBoard-Audio-Lösungen liegt. Kein Wunder, denn der Unterscheid zwischen einem dedizierten und integrierten Chip ist verschwindet gering und für den durchschnittlichen User kaum wahrnehmbar, weshalb die meisten auf ein teures Standalone-Produkt verzichten.

Aber nicht nur der Preis und die Qualität spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle, sondern auch die Tatsache, dass die Creative-Karten in letzter Zeit nicht unbedingt durch positive Publicity aufgefallen sind. So gibt es seit gut einem halben Jahr diverse User, die über Sound-Probleme bei den X-Fi Chips klagen. Bis heute hat es Creative aber stets vermieden, Stellung zu beziehen, was für Unmut unter den X-Fi Besitzern gesorgt hat.

Nun, da die Lösung des Problems gefunden zu sein scheint, gehen die Sound-Spezialisten wieder auf Schmusekurs und nahmen im hauseigenen Forum Stellung zu dem Thema. Demnach hat man nach zahlreichen Tests herausgefunden, dass die X-Fi Soundkarten deutlich anfälliger auf Speicherlatenzen reagieren als ältere Karten, da sie mehr Daten aus dem Hauptspeicher lesen müssen. Wird dann noch der PCI Bus - an welchem die X-FI angeschlossen ist - für mehr als 600 Nanosekunden durch einen anderen Transfer blockiert, kann es zu den beschriebenen Störungen kommen. Das Problem sehe man daher aber nicht bei sich selbst, sondern bei den "unsauberen" PCI Implementierungen der Chipsatzhersteller, so Creative.


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