CeBIT: AMD Ontario/Zacate und Ausblick

AMDNeben der großen Fusion-APU Llano waren das ganz große Thema für AMD auf der diesjährigen CeBIT natürlich die kürzlich vorgestellte kleinen Fusion-APUs Ontario und Zacate. Vor allem die Versionen C-50 (2x 1 GHz und 266 MHz-GPU) und E-350 (2x 1,6 GHz und 500 MHz-GPU) waren auch bei vielen Herstellern schon in Geräten zu finden. Dabei gab es von mehreren Seiten Aussagen, dass sowohl die Hersteller als auch AMD selbst von der immensen Nachfrage überrascht wurden und daher nach wie vor Schwierigkeiten bei der Verfügbarkeit bestehen. Erst im Laufe der nächsten Wochen soll sich die Verfügbarkeit verbessern und dann werden auch auf dem deutschen Markt zahlreiche neue Geräte auf Basis der Fusion-APUs erwartet.

In Netbooks, Notebooks, All-in-One-PCs, Nettops, auf Mainboards und sogar in Tablets waren die kleinen Fusion-Prozessoren zu sehen. Die Hersteller betonten vor allem den Vorteil der leistungsfähigen integrierten Grafik, die nun auch in sehr kleinen Geräten beispielsweise die Wiedergabe von FullHD-Videos ermöglicht. Ein weiterer Vorteil ist der geringe Stromverbrauch, wodurch sehr kompakte Geräte möglich werden. So hat MSI mit dem X-Slim X370 ein 13,3 Zoll-Gerät gezeigt, das lediglich 1,3 Kilogramm auf die Waage bringt, jedoch trotzdem acht Stunden Laufzeit bietet.

AMD zeigte uns auch stolz das erste Tablet auf Basis der Brazos-Plattform, nämlich Acers Iconia Tab W500. Darin verbaut ist ein C-50 mit zwei Kernen und 1 GHz Takt. Gegenüber früheren Äußerungen gab AMD nun aber an, dass es sich hier nicht um eine Version mit 5 Watt TDP handelt, sondern um den regulären C-50 mit 9 Watt TDP. AMD arbeite jedoch an einer noch stromsparenderen Version im gleichen Prozess, die auch noch dieses Jahr auf den Markt kommen soll.

Interessant waren auch die Informationen bezüglich der nächsten Generation der Bobcat-basierten Fusion-Chips namens Wichita und Krishna. Beide, wahrscheinlich handelt es sich um das gleichen Die, werden im 28 nm-HKMG-Prozess bei Globalfoundries vom Band laufen. Während man derzeit neben der eigentlichen APU noch einen separaten Fusion-Controller Hub benötigt, wird man bei der nächsten Generation mehr in Richtung aktueller ARM-SoCs gehen. Damit dürften noch kompaktere Geräte möglich werden, die zudem weniger Strom verbrauchen. Krishna und Wichita werden bis zu vier verbesserte Bobcat-Kerne und eine DirectX 11-GPU vereinen.

Auf unsere Nachfrage bezüglich des Einsatzes von T-Ram oder Z-Ram bei kommenden Prozessoren reagierte man bei AMD überrascht. Besonders in Kombination mit zukünftigen Möglichkeiten von 3D-Stacking ergeben sich hier zukünftig interessante Möglichkeiten. Allerdings wollte sich AMD hier nicht konkret äußern.


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