Honeycomb-Tablets starten

GoogleHeute ist es soweit: Endlich hat Apple-Konkurrenz im viel diskutierten Tablet-Markt.
Vorgestern war Googles SDK für Android 3.0 erschienen, heute tauchen nun die ersten Reviews zu Motorolas XOOM-Tablet auf, das den Auftakt für eine ganze Reihe von Geräten auf Basis von Googles erstem echtem Tablet-OS Android 3.0 (Honeycomb) bildet. Damit scheint nun 2011 das Jahr der Tablets zu werden, speziell auch für Nvidia, deren CEO das allerdings schon für das letzte Jahr behauptet hatte. 2010 war aber wohl noch ziemlich ausschließlich das Jahr des iPad.

Motorola XOOM

Schon länger hatte sich angedeutet, dass viele der kommenden Honeycomb-Tablets eine ähnliche Hardwareausstattung wie das XOOM mitbringen werden, nämlich Nvidias Tegra 2-Plattform und ein mit 1280 x 800 Pixeln recht hochauflösendes Display. Zudem kommen die Geräte - abgesehen vom Power-Knopf - ohne Hardware-Buttons aus. Das ist definitiv eine gute Grundlage für hohe Performance bei Tablet-typischen Anwendungen, zumal Honeycomb zahlreiche Optimierungen für Dual-Core-Prozessoren und hardwarebeschleunigte Grafik mitbringt.
Wir hatten vor einiger Zeit eine News zu den Gerüchten geschrieben, Android 3.0 alias Honeycomb würde als Mindestvoraussetzung auf einen Dual-Core-Prozessor und ein 1280 x 800 Pixel-Display setzen. Zwar scheint sich langsam zu bestätigen, dass Android auch auf Single-Cores halbwegs ordentlich laufen kann, allerdings zeigt sich auf der anderen Seite, dass die Hersteller nun lieber den sicheren Weg gehen und Tablets mit Referenzhardware auf den Markt bringen.

Die ersten Reviews des XOOM mit 32 GB und 3G-Modem sehen gut aus, auch wenn wohl noch nicht alles ganz rund läuft. AnandTech bescheinigt der Hardware eine hohe Qualität, auch wenn das Display - abgesehen von der höheren Auflösung - dem des iPad wohl unterlegen ist. Engadget hält die Position Power-Knopf auf der Rückseite des Geräts für nicht sonderlich geglückt.
Prinzipiell weiß auch das Software-Konzept demnach durchaus zu überzeugen. So wurden die Standardanwendungen, allen voran Browser und E-Mail, für die größeren Bildschirme der Tablets optimiert und bieten somit deutlich mehr Komfort. Auch das Multitasking gelingt nun recht überzeugend. Kleinere Probleme scheint es allerdings noch mit der Stabilität einiger Anwendungen - in diesem Fall wohl besonders die Twitter-App - zu geben. Engadget stellt angesichts der kleineren Mängel sogar die Frage, ob das Gerät nicht vielleicht schlicht zu früh auf den Markt gebracht wurde und schlägt vor, mit dem Kauf noch etwas zu warten.

Bemerkenswert ist indes die lange Akkulaufzeit von Motorolas Tablet. Sowohl im 3G- als auch im WLAN-Betrieb schafft es demnach laut AnandTech knapp 10 Stunden, was angesichts der sehr hohen Performance gerade beim Internet-Surfen ein extrem guter Wert ist. Engadget konnte bei der Videowiedergabe immerhin 8 Stunden 20 Minuten Laufzeit ermitteln.

Größter Nachteil des Xoom ist mit Sicherheit der Preis. Wir waren angesichts der kursierenden Gerüchte zu den Mindestanforderungen vor zwei Monaten noch von 400 bis 700 Euro ausgegangen, wobei bedauerlicherweise die meisten angekündigten Honeycomb-Tablets 700 Euro oder mehr kosten werden. Das XOOM wird in den USA ohne Vertrag für 800 US-Dollar verkauft und ist damit etwas teurer als als das iPad mit 32 GB Speicher und UMTS, das bei der Ausstattung zwar deutlich geschlagen wird, dessen Nachfolger aber schon am 2. März vorgestellt werden soll.

Eines kann man aber jetzt schon sagen: Es gibt endlich Konkurrenz im Tablet-Markt und das ist wohl die beste Nachricht für die Kunden.

Reviews zum Motorola XOOM (Auswahl):


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1 Kommentar

1.) VinD 27.02.2011 - 18:25 Uhr
Endlich eine wahre und ernsthafte Konkurrenz ... Ich schätze die XOOM-Systeme werden sich recht schnell verbreiten :)