Intel baut neue Fabrik für 5 Millarden US-Dollar

IntelIntel will nochmals 5 Milliarden US-Dollar in eine neue 300 mm-Fabrik investieren. Aus der Fab 42, die in den USA in Chandler, Arizona gebaut wird, sollen dann Fertigungsgrößen von 14 nm und kleiner aus den Reinräumen kommen.

Derzeit betreibt Intel schon eine Vielzahl von Halbleiterwerken rund um die Welt, genauer gesagt 11 Fabs weltweit; daneben gibt es noch einige Teststandorte.
In Chandler, Arizona stehen schon zwei Fabs, nämlich die Fab 12 für 65 nm-Produkte und die Fab 32 für 45 und 32 nm-Chips. Das neue Werk soll für Fertigungsgrößen in 14 nm und kleiner ausgerüstet werden und schon ab 2013 in Betrieb gehen, wobei das Hochfahren neuer Chip-Fabriken gewöhnlich nicht auf einen Schlag geht, sondern relativ langsam erfolgt.

Neben dieser neuen Fab 42, die für 300 mm-Wafer ausgestattet wird, baut Intel momentan noch in Hilsboro, Oregon die Fertigung aus, wobei diese Werke schwerpunktmäßig auf die Forschung und Entwicklung (daher auch das "D" für Development im Namen) beschäftigt sind. Dort stehen ebenfalls schon zwei Werke, nämlich die D1D und die D1C, denen nun die D1X hinzugefügt wird, die ebenfalls 2013 den Betrieb aufnehmen soll, jedoch schon für die größeren 450 mm-Wafer geeignet sein wird. Mit einer großflächigen Serienproduktion auf 450 mm-Wafern rechnet man allerdings aktuell nicht vor 2018.

Inzwischen hängt Intel bei der Fertigung die ganze Welt ab. Während die Auftrags-Foundries TSMC und Globalfoundries wohl erst Ende 2011 überhaupt 28 nm-Chips ausliefern können, steigt Intel zu diesem Zeitpunkt schon auf 22 nm um, wofür neben den Fabs in Oregon auch die Fab in Kiryat Gat, Israel ausgerüstet wird.
Die große Fertigungsallianz aus IBM, Globalfoundries, Samsung und anderen hatte zudem kürzlich gemeinsam mit der Fertigungsallianz aus IBM, Samsung etc. angekündigt, dass man ab 20 nm auf die Gate-Last-Fertigung umsteigen will, die Intel schon für seine 32 nm-Chips nutzt. Offenbar sind mit der bisher favorisierten Gate-First-Fertigung doch einige Hürden verbunden, weshalb man nun zu Gate-Last wechseln will. Intel kann dagegen seine bisherige Strategie offenbar konsequent weiterverfolgen.


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