Intel zahlt Nvidia 1,5 Milliarden US-Dollar

IntelIntel und Nvidia haben gestern bekannt gegeben, dass der länger andauernde Streit um Patente beigelegt ist. Das Ergebnis ist die Zahlung von 1,5 Milliarden US-Dollar von Intel an Nvidia - aufgeteilt auf einen Zeitraum von fünf Jahren im Zusammenhang mit einem neuen sechsjährigen Patent-Austausch-Abkommen, bei dem die Unternehmen gegenseitigen Zugriff auf Technologien erhalten. Das Abkommen ist für beide Seiten wichtig, um entsprechende Technologien in ihren Produkten weiter nutzen zu können oder zukünftig zu verbauen.

So scheint Intel schon bei der GPU von Sandy Bridge auf Nvidia-Technologie zu setzen und kann dies nun auch weiterhin tun. Offenbar ist allerdings nicht vorgesehen, dass Intel zukünftig direkt Nvidia-GPUs auf seinen Prozessoren einsetzt.

Nvidia erhält ebenfalls Know-How für die Entwicklung seines Denver-Projekts sowie für zukünftige Tegra-Prozessoren. An einem neuerlichen Einstieg in das Chipsatzgeschäft ist Nvidia allerdings ebenso wenig interessiert wie an dem Erwerb einer x86-Lizenz, die dem Unternehmen auch nach dem Abkommen noch verwehrt ist. Ebenfalls ausgeschlossen von dem Abkommen sind Flashspeicher sowie einige Chipsatztechniken von Intel.

Der wenig erfreute Dritte bei diesem Deal dürfte AMD sein, da er sowohl eine Stärkung von Intel wie auch von Nvidia bedeutet.


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