Intels Ivy Bridge mit DirectX 11-Unterstützung

IntelIvy Bridge ist der Name der kommenden Intel-Refresh-Generation (Tick). Üblicherweise stellt Intel bei einem Tick nur auf ein neues Fertigungsverfahren um und lässt die Architektur weitgehend unberührt. Im Falle von Ivy Bridge war aber schon vor Wochen durchgesickert, dass die integrierte Grafikeinheit relativ große Änderungen erfahren könnte. Hierzu sind nun von offizieller Seite erste Details ans Tageslicht gelangt.

Wie Intel-Mitarbeiter Moly Eden gegenüber PCWorld bestätigte, wird die Ivy Bridge-Grafikeinheit mit DirectX 11-Unterstützung daherkommen und somit zumindest in puncto Feature-Set mit der Konkurrenz aufschließen, die schon seit Monaten die aktuelle Microsoft-Grafik-API unterstützt.
Dass nicht schon die Sandy Bridge-Grafikeinheit DirectX 11 unterstützt, begründet man mit einer noch geringen Verbreitung des neuen Standards. Tatsächlich dürften aber andere Gründe hier zugrunde liegen: Man kann kaum abstreiten, dass Intel nicht schon bei Sandy Bridge gern mit einer DirectX 11-Grafiklösung geworben hätte.

Bei der Fusionierung von CPU und GPU ist der DirectX 11-Standard eine tragende Säule. Die GPU kann nun stärker bei parallelen Berechnungen einbezogen werden beziehungsweise den Hauptprozessor mehr entlasten.
AMD setzt bei Fusion von vornherein auf eine DirectX 11-Grafik.

Neben der DirectX 11-Unterstützung werden für die nächste Intel-Grafikgeneration doppelt so viele Execution Units erwartet. Statt bis zu 12 ist von bis zu 24 die Rede. SemmiAccurate dichtet der neuen Grafik weiter einen bis zu 1 GiB großen, eigenen Speicher zu, der vom Typ LPDDR2 sein soll und an ein 512 Bit breites Interface angebunden werden soll. Dies würde genau entgegen den jüngsten Entwicklungen laufen. Dann müsste Intel die GPU wieder vom L3-Cache trennen und mit einem eigenem Speichercontroller ausstatten - das revolutionäre Ring-Bus-Konzept wäre hinfällig.

Die angestrebte Launchbühne wird wohl auch für Ivy Bridge die nächste Consumer Electronics Show sein (10. bis 13. Januar 2012).


Kommentar schreiben

  • Loggen Sie sich oben mit ihren Benutzerdaten ein, um Kommentare zu verfassen.
  • Falls Sie noch kein Mitglied sind, können Sie sich in unserem Forum registrieren.

0 Kommentare