AMDs Serverpläne für 2011

AMD2011 dürfte als eines der Ereignisreichsten in die Geschichte von AMD eingehen. Mit Llano und Zacate/Ontario stehen gleich zwei APU-Designs (Accelerated Processing Unit) auf dem Plan. Der für Zacate und Ontario benutze Bobcat-Kern zusammen mit Bulldozer stehen zudem für zwei fast von Grund auf neuentwickelte Kern-Architekturen.

AMD Opteron: Generationen im Vergleich

Gerade im Serverbereich soll die neue Bulldozer-Architektur ihre volle Leistung ausspielen können und so stellt AMD selbstbewusst die Verbesserungen zur aktuellen 4100/6100-Serie der Opteron-Familie zur Schau. Neben bis zu 16 Kernen, dem durchschnittlich verdoppeltem L2-Cache - jetzt mit 2 MiB je Modul (zwei Kerne) statt 0,5 MiB je Kern - und dem von 6 auf 8 MiB gewachsenen L3-Cache steht vor allem der Funktionsumfang im Blickfeld.
AMDs Turbo CORE-Technologie hält zum ersten Mal auch im Server-Bereich Einzug und soll bei entsprechenden TDP-Spielraum auch alle Kerne um bis zu 500 MHz übertakten können. Die Befehlssätze werden stark erweitert, unter anderem die Intel-Eigenentwicklungen SSSE3, SSE 4.1/4.2 und das neue AVX. Wie den Meisten bekannt sein sollte, wird Bulldozer im 32 nm-SOI-Prozess bei Global Foundries in Dresden gefertigt und soll so eine geringe Die-Größe aufweisen als Beispielsweise die aktuelle Opteron-Generation im 45 nm-Prozess.

Fusion for Servers

Auch beim RAM hat sich viel getan: 20 Prozent mehr Durchsatz will man durch die Erhöhung des maximalen Takts von 1.333 auf 1.600 MHz erreichen, weitere 30 Prozent durch überarbeitete Controller.

Natürlich darf auch Fusion nicht fehlen und so zeigt AMD einige Wege in die Zukunft, aber auch Probleme dahin auf. So könnte Fusion mit seinem schmalen Design für kleinere und günstigere Endgeräte sorgen, während ein größerer Teil der Rechenleistung auf Servern lagert (Stichwort Cloud-Computing).
Allerdings sieht AMD viel Nachholbedarf bei der Integration von CPU und GPU auf Softwareebene und nennt diese Herausforderung kritischer als die Integration von CPU und GPU auf Fertigungseben. Angesichts der immer noch schleppenden Verbreitung und Entwicklung von "echter" GPGPU-fähiger Software eine nachvollziehbare Schlussfolgerung.


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