Pandaboard mit Dual 1 Ghz Cortex A9 verfügbar

MainboardsNachdem im Zusammenhang mit Tablets und leistungsfähigeren Handys die schnellen ARM-Prozessoren der Cortex A8- und A9-Reihe immer interessanter werden, finden auch die entsprechenden Boards für Bastler und Hobby-Entwickler immer mehr Anklang.

Das wohl bekannteste und wichtigste Bastlerboard in dieser Hinsicht ist sicherlich das Beagleboard, das mit einem Texas Instruments OMAP3 mit einem ARM Cortex A8-Kern ausgestattet ist. Wir konnten uns, dank der freundlichen Unterstützung von watterott.com, vor einiger Zeit schon ein anfängliches Bild von einem Beagleboard - damals noch ein C4 mit 720 Mhz CPU - machen und warten derzeit auf die Verfügbarkeit des Nachfolgemodells Beagleboard-xM mit 1 Ghz OMAP 3-Prozessor für weitergehende Benchmarks und Tests.

Pandaboard


Doch vor der breiten Verfügbarkeit des Beagleboard-xM in Deutschland im November steht schon ein weitaus leistungsfähigeres Board vor der Tür. Das Pandaboard kommt mit einem Cortex A9-Dualcore mit zweimal 1 Ghz Taktfrequenz (TI OMAP 4430), 1 GiB LPDDR2-Ram und Unterstützung für 1080p Filmmaterial daher. Ein PowerVR SGX 540 Grafikkern auf dem SoC sorgt dabei für eine ordentliche 3D-Beschleunigung. Dank zweier HDMI-Ports (einer davon HDMI1.3, der andere DVI-D kompatibel) kann man sogar ein Dual-Display Setup mit dem kleinen, nur 10,2 x 11,4 cm großen Board betreiben. Im Gegensatz zum Beagleboard, ist beim Pandaboard auch ein WLAN-Adapter (802.11 b/g/n) mit an Bord, was einen ordentlichen Mehrwert darstellt. (Es hat mich einige Zeit und Nerven gekostet, bis ich einen USB WLAN-Stick am Beagleboard unter Android 2.1 stabil laufen hatte.) Für Peripherie stehen zwei USB-Anschlüsse zur Verfügung.

Pandaboard - Interface-Übersicht


Seit heute kann man das Board in den USA für 174 US-$ bei Digikey vorbestellen (Achtung: bei einem Import nach Deutschland fallen noch weitere Kosten an). Damit bietet sich hier die optimale Grundlage für diejenigen, die sich gerne ihren eigenen HTPC basteln und dafür nicht auf x86-CPUs zurückgreifen möchten. Einige Kenntnisse im Umgang mit Compilern und Linux-Systemen sollten aber für solche Versuche vorhanden sein, da die ARM-Prozessoren bekannterweise nicht x86-kompatibel sind.

Der größte Vorteil der ARM-Systeme ist die kompakte Technik und der niedrige Stromverbrauch. Das Beagleboard - und wohl auch das Pandaboard - können stabil über einen USB-Anschluss mit Strom versorgt werden. Das Beagleboard verbraucht unter Volllast nur 2 Watt und benötigt dementsprechend auch keine Kühlung.


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