Pixel Qi kündigt 7 Zoll Displays an

MonitoreZwar werden LCD-Panels immer billiger und auch qualitativ besser, dennoch lassen sie einige Wünsche offen. Pixel Qi will daher einerseits die Lesbarkeit in hellen Umgebungen verbessern und gleichzeitig den Energieverbrauch der Displays um bis zu 80 % senken. Dazu wird die etablierte LCD-Technik mit reflektierenden Hintergründen kombiniert, die es erlauben, das Display auch bei hellem Sonnenschein abzulesen. Im Sonnenlicht gibt es allerdings nur ein Graustufendisplay. Dabei bleibt das Pixel Qi Display aber auch im Schwarzweiß-Modus voll videotauglich, braucht also nicht - wie einige E-Reader - mehrere Sekunden für den Bildaufbau. Zudem kommt eine Stromspartechnik zum Einsatz, die den Bildschirminhalt nur dann erneuert, wenn sich auch tatsächlich etwas an der Darstellung ändert. Mit der Tauglichkeit für direkte Sonneneinstrahlung vermeidet man so das Hauptproblem klassischer LCD-Panels, nämlich die schlechte Lesbarkeit bei hellen Umgebungen, was gerade bei portablen Geräten wie Tablets und Notebooks immer wieder Probleme bereitet.

Bereits 2008 hatte die Firma, die letztlich aus der Entwicklung des Panels für das OLPC-Projekt - One-Laptop-per-Child - hervorgegangen ist, erste kommerzielle Produkte mit der neuartigen Technik für 2009 angekündigt. Doch anschließend kam es immer wieder zu Verzögerungen, wobei seit diesem Jahr erstmals 10 Zoll Varianten der Panels für den Eigeneinbau zur Verfügung stehen, die mit 275 $ allerdings kein Schnäppchen sind. Auch zwei Tablets sind schon mit den 10 Zoll Pixel Qi Displays angekündigt, nämlich das Lattice von Innoversal und das Adam von Notion Ink. Auch diese beiden Produkte harren allerdings endgültiger Termine. Die neuen 7-Zoll Panels sollen im ersten Halbjahr 2011 in Massenproduktion gehen, wobei Samples schon im 4. Quartal 2010 erwartet werden. Sie könnten für kompaktere Tablets und E-Reader zum Einsatz kommen.

Eine andere Richtung, die etwas revolutionärer ist, geht Qualcomm mit seiner Mirasol-Technik. Dabei handelt es sich im Prinzip um einen farbigen E-Reader, der dank sehr kurzer Schaltzeiten auch videotauglich ist. Grundlage für die Darstellung ist dabei die sogenannte "interferometrische arbeitende Modulation", bei der zwei sehr nahe beieinanderliegende, reflektierenden metallische Lagen den Abstand verändern können und optische Interferenz für die jeweiligen Subpixel nutzen. Gleichzeitig verbraucht ein Mirasol Display aber genau wie die E-Ink-Displays nur dann Strom, wenn sich am Darstellungsinhalt etwas ändert. Qualcomm baut derzeit für 2 Milliarden Dollar eine neue Fabrik für 5,7 Zoll Versionen der Panels, die ab 2012 in Betrieb gehen soll.


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