MS verspricht Konvergenz von Xbox 360 und PC

MicrosoftWährend sich an den ersten beiden Tagen der E3 alles rund um die Präsentationen der Playstation 3 und Nintendos Wii drehte, war es am gestrigen Mittwochabend für Microsoft an der Reihe zu zeigen, was man gegen die japanische Übermacht in der Hinterhand hatte. Zwar konnten die Redmonder nicht auf neue Hardware bauen, was einen nicht unerheblichen strategischen Nachteil gegenüber Sony und Nintendo bedeutete, aber dennoch gelang es dem weltgrößten Softwarekonzern, das Publikum in seinen Bann zu ziehen.

Vor allem die "zweite Videospielgeneration" rund um solche viel versprechenden Titel wie Gears of War, Halo 3 oder auch GTA 4 sorgte unter der getreuen Anhängerschaft für zahlreiche "Ahs" und "Ohs". Damit nicht genug kündigte der Vize Präsident der Xbox Devision Peter Moore an, dass man bis Ende des Jahres mehr als 160 neue Spiele für die Xbox 360 erwarten dürfe, was deutlich mehr entspreche, als was Sony bis dato zu bieten habe. Aber nicht nur neue Software gab es zu bestaunen, sondern auch etliche Peripherie-Geräte, darunter auch, dass auf der CES angekündigte externe HD-DVD Laufwerk, welches ab Spätherbst verfügbar sein soll.

Xbox 360

Bei all den Anstrengungen, die Microsoft im Konsolenmarkt unternimmt, soll Windows als Spielplattform nicht zu kurz kommen. Ganz im Gegenteil, denn mit der Einführung von Windows Vista - welches angeblich Anfang 2007 in den Läden kommt - sollen die Xbox 360 und der PC miteinander verschmelzen. Ermöglicht werden soll dies durch die so genannte Live Anywhere Kommunikationsplattform, die in Grundzügen der "Xbox Live" Technologie entspricht und auf die Bedürfnisse des Personal Computers angepasst wurde. Die erste Frucht aus dieser Konvergenz soll das Spiel Shadowrun aus dem Hause Fasa sein, welches zeitgleich für Windows Vista und die Microsoft Konsole erscheinen und trotz unterschiedlicher technischer Voraussetzungen das plattformübergreifende "Spielen" ermöglichen soll.

Ganz zum Schluss der Pressekonferenz ließ es sich Microsoft nicht nehmen, noch eine spielbare Version von Cryteks - bekannt für Far Cry - viel versprechenden Next Generation Shooter Crysis zu präsentieren, der für zahlreiche Jubelstürme sorgte und alles in den Schatten stellt, was es bisher zu sehen gab; Direct3D 10 sei dank. Die auf der E3 präsentierte Version lief laut uns zur Verfügung gestellten Informationen auf einer Intel Extreme Edition mit 2 GiB Ram in Verbindung mit einem X1900 XTX CrossFire Verbund. Laut zahlreichen Berichten, die direkt von der Electronics Entertainment Expo stammen, soll die Framerate durchgehend im positiven Bereich gelegen haben, was Hoffnung macht, dass der finale Code auch auf aktueller Hardware einigermaßen läuft. Interessant ist auch die Aussage seitens Crytek, dass die DirectX 9 Version fast die gleiche Qualität bieten solle, wie die D3D 10; lediglich die Performance soll etwas langsamer sein.


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