Intel mit größeren SSDs im 4. Quartal

FestplatteIntel startet ab dem vierten Quartal die Auslieferung neuer SSD auf Basis des aktuellen 25 nm-Fertigungsprozesses. Gestern noch hatte Hynix angekündigt, ebenfalls die Massenfertigung von NAND-Bausteinen der 20 nm-Klasse zu starten. Damit werden vor allem höhere Kapazitäten greifbar, aber auch die Hoffnung auf erschwingliche SSDs mit mehr als 40 GB könnten sich so erfüllen.

Die aktuelle Roadmap, die von Computerbase veröffentlicht wurde, sieht demnach 25 nm-Produkte in allen Preiskategorien für das 4. Quartal 2010 und das 1. Quartal 2011 vor. Diese sollen großenteils hardwareseitige Verschlüsselung bieten und schneller arbeiten als die aktuellen Speichermedien auf Basis von 34 nm-NAND-Chips.

Intel SSD-Roadmap 2010 (Quelle: computerbase.de)

Die aktuellen Mainstream-SSDs der X25-M Postville-Serie werden demnach mit dem Postville-Refresh die doppelte Kapazität erhalten. Im Bereich der 2,5"-SSDs wird es Varianten von 160, 300 und 600 GB geben und auch für die kleineren 1,8"-Laufwerke sollen damit 160 und 300 GB möglich werden.
Im Bereich der Einsteigerserie X25-V wird es neben der schon erhältlichen Kapazität von 40 GB dann auch eine 80 GB-Version geben, die gegenüber der aktuellen 80 GB-Postville aber nur auf Basis von fünf NAND-Chips gefertigt wird und somit wohl etwas langsamer arbeiten dürfte.
Im Enterprise-Segment der X25-E sollen ab dem 1. Quartal 2011 drei neue Versionen erscheinen, die dann nicht mehr auf SLC-Speicher setzen, sondern auf eine Enterprise-MLC-Version. Dadurch werden hier deutlich höhere Kapazitäten möglich, die dann von 100- über 200 GB- bis hin zu 400 GB-Versionen reichen sollen. Abzuwarten bleibt allerdings, wie sich der Einsatz von MLC-Speicher bei den Schreibraten der Profi-SSDs bemerkbar macht, denn im Normalfall bietet SLC-Speicher zwar niedrigere Kapazitäten, dafür aber höhere Schreibraten.

Zu guter Letzt will Intel dann auch in den Bereich der Kleinst-SSDs auf Basis von Mini-SATA-Anschlüssen vorstoßen und dafür SSDs mit 40 und 80 GB anbieten, die allerdings wohl noch auf die älteren 34 nm-Flash-Chips setzen.
Insgesamt weckt die Verkleinerung der Fertigungsstrukturen wieder einmal die Hoffnung, auf fallende Preise im Bereich der interessanten Größen der SSDs, denn 40 GB Speicher reichen in den meisten Fällen - sicher werden hier einige widersprechen - kaum für eine Windows 7-Installation inklusive der häufig genutzten Programme aus. Dagegen dürfte eine 80 GB-Version im Preisbereich von geschätzt 100 Euro für sehr viele Nutzer von Interesse sein.


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1 Kommentar

1.) TeHaR 13.08.2010 - 20:58 Uhr
"Normalfall bietet MLC-Speicher zwar niedrigere Kapazitäten, dafür aber höhere Schreibraten."

genau umgekehrt