Nvidia Quadro-Karten auf Fermi-Basis offiziell

NvidiaIm Rahmen der SIGGRAPH 2010 in Los Angeles hat Nvidia sein Quadro-Lineup runderneuert. Vier neue Grafikkarten auf Basis der Fermi-Architektur, die für den Profi-Markt quasi maßgeschneidert sind, in dem Nvidia gemäß jüngster Aussagen immerhin 2/3 seines Gewinns erwirtschaftet.

Alle Modelle setzen auf den GF100-Chip, allerdings sind unterschiedlich viele Cluster aktiv, womit sich folgender Überblick ergibt:

.Quadro 4000Quadro 5000Quadro 6000Quadro 7000
CodenameGF100GF100GF100GF100
Shadereinheiten2563524482x 448
TMUs3244562x 56
ROPs3240482x 48
Speichergröße2048 MiB2560 MiB6144 MiB2x 6144 MiB
Speicherinterface256 Bit GDDR5320 Bit GDDR5384 Bit GDDR52x 384 Bit GDDR5
TDP142 Watt152 Watt225 Watt2x 225 Watt
Verfügbarkeit08/201008/201010/201010/2010
Preis879 Euro1939 Euro4059 Euro?


Die Quadro 6000 ist sozusagen Nvidias schnellste Profi-Lösung. Die Taktraten sind zwar wie bei allen anderen Modellen unbekannt, die üblichen Spezifikationen deuten aber auf das Leistungsniveau einer GTX 470 hin, wobei das großzügig bemessene Speichervolumen von 6 GiB hervorsticht.
Wenn die Quadro 6000 mit der GTX 470 verglichen werden kann, dann die Quadro 5000 mit der GTX 465. Weniger Shader-, Textur- und Rastereinheiten, dafür aber auch ein noch nichtmals halb so hoher Preis und eine merklich geringere TDP.

Für schon weniger als 1000 Euro kann man in den Besitz der Quadro 4000 gelangen. Hierbei handelt es sich allerdings um einen stark kastrierten GF100-Chip. Es sind nur die Hälfte der möglichen Shader- und Textureinheiten aktiv. Das Speicherinterface ist genauso wie die ROPs um immerhin noch ein Drittel beschnitten.
An der Spitze thront die so genannte Quadro Plex 7000, von der Nvidia allerdings vorerst noch kein Bild bereithält. Sie scheint eine doppelte Quadro 6000. Derarlei Dual-Lösungen gab es auch in der Vergangenheit für in der Regel knapp 10.000 Euro. Wir möchten hier an die Quadro Plex 2100 bestehend aus zwei G80-GPUs und die Quadro Plex 2200 bestehend aus zwei GT200-GPUs erinnern.

Wie immer das Beste zum Schluss: Eine Grafikkarte auf Basis eines MXM-Moduls für den mobilen Workstation-Markt. Quadro 5000M heißt die Karte, welche 448 Shader-, 56 Textur- und 32 Rastereinheiten bei einem 256 Bit breitem Speicherinterface besitzt, das in der Regel 2 GiB GDDR5-Speicher nutzt. Die TDP ist dabei mit maximal 100 Watt festgehalten. Ein Preis liegt hier noch nicht vor.


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2 Kommentare

2.) Duplex 28.07.2010 - 17:42 Uhr
ich glaube man setzt beim Quadro 4000 absichtlich nicht auf den GF-104 da dieser ja vorallem im GPGPU teil beschnitten sein soll

aber des ist schon heftig da konnte man doch ruhig eine voll ausgestattete Karte erwarten , langsamm glaubt man wirklich es ist ein design fehler der das unmöglich macht...
1.) Kellerkind 28.07.2010 - 15:27 Uhr
Quote:
Das Speicherinterface ist genauso wie die ROPs um immerhin noch ein Viertel beschnitten.

müsste eigentlich "ein Drittel" heißen ;)


Zum Artikel an sich: Lässt erahnen, wie schlecht die Yields nach wie vor sein müssen. Das schnellste Modell nur knapp oberhalb der 470er Spezifikationen, das langsamste fast halbiert. Und Preise und Release-Zeitraum lassen ebenfalls darauf schließen, dass nur vergleichsweise wenig produzierte Chips 6000/7000-tauglich sind. Dass sah selbst beim GT200(b) noch ganz anders aus.