Intels Sandy Bridge mit schlechtem Overclocking

IntelAuf bit-tech sind neue Informationen zu Intels kommenden Sandy Bridge-Prozessoren aufgetaucht. Speziell handelt es sich dabei um Folien zum komplett veränderten Design der Taktgenerierung. Bei den aktuellen Prozessoren der Core i-Serie werden - im Gegensatz zu AMDs 7er und 8er-Chipsatz-Generation - verschiedene Basis-Takte durch einen externen Taktgeber auf dem Mainboard generiert und dieser durch das BIOS angesteuert. So lassen sich PCIe, PCI und viele System-Komponenten wie USB, S-ATA etc. getrennt von „Performance-kritischen“ Komponenten wie CPU und Arbeitsspeicher takten.

Beim neuen Design wird der Taktgeber mit in den Chipsatz integriert, um somit Kosten und Platz auf dem Mainboard zu sparen. Im Gegensatz zu AMD und bisherigen externen Lösungen wird allerdings nur ein Basis-Taktgeber (Schwingquarz-Kristall) vorhanden sein und von diesem somit jeder Takt abhängen, welcher direkt oder indirekt vom Chipsatz gesteuert wird. Darunter fallen beispielsweise USB, S-ATA, PCI, PCIe (für Peripherie sowie dem CPU-internen PEG-Link), DRAM, DMI und natürlich der CPU-Kern selbst.

Intel Sandy-Bridge Taktgeber-Design

Für die Hersteller ergibt sich dadurch natürlich eine Kostenersparnis. Auf der anderen Seite kann der Referenztakt maximal um etwa zwei bis drei Prozent erhöht werden, da sonst sehr empfindliche Systembereiche wie S-ATA oder USB nicht zuverlässig bis gar nicht mehr funktionieren. Dementsprechend sind die Entwicklungsabteilungen der Mainboard-Hersteller aktuell stark bemüht, bis zum Sandy-Bridge-Launch entsprechende Overclocking-Mainboards auf den Markt zu bringen, welche das Problem aus der Welt schaffen. Ob und wenn ja wie dies möglich sein soll, ist bisher nicht bekannt. Ein denkbarer weg wäre es, zu versuchen, die CPU mit einem separaten Taktgeber anzusteuern. Ob dieser oder ein anderer Weg möglich ist, werden die nächsten Wochen und Monate offenbaren.

Auf der anderen Seite will Intel gewissermaßen als Ausgleich weitere „K“ Modelle mit offenem Multiplikator (genauer gesagt bis 57) veröffentlichen sowie die „normalen“ Modelle mit einem verbesserten Turbo-Modus ausstatten. Über diese und weitere technische Details werden wir demnächst ausführlich berichten.


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8 Kommentare

8.) Elandur 25.07.2010 - 12:25 Uhr
Quote:
Beim neuen Design wird der Taktgeber mit in den Chipsatz integriert, um somit Kosten und Platz auf dem Mainboard zu sparen.


Nun, wir wissen ja alle, das Intel nicht gerade günstig ist. Ich hoffe mal, da steckt noch ein andere Grund da hinter - ansonsten bleibt mir dann nur zu sagen, dass sie ihren übernatürlichen Gewinn auf Kosten der Produkte noch weiter steigern wollen.
Als (Budget)-Enthusiast User kaufe mir auch AMD Black Editions um besser übertakten zu können - wenn ich es mal brauchen könnte. Mein Phenom II X3 ist aber in Moment auf Standard-Takt mit 1,2V. Die Leistung reicht mir in Moment.
Ich hatte mich gegen ein Intel System entschieden, weil mir der Aufpreis nicht wert ist. Aber durch so eine Funktionsweise würde ich so ein System wegen der Technik komplett meiden.
Schade, dass dies der Otto-Normal Kunde überhaupt nicht wissen würde und sich weiter fröhlich im Media-Markt einen Komplett-System kaufen würde...
7.) N1truX 25.07.2010 - 11:25 Uhr
Naja es gibt auch jede menge kleiner Fertig-PC Hersteller die ihre CPUs übertakten. Ich denke da will Intel eher ansetzen. Und egal wie man es nimmt, auch die "paar" OC'ler sind für Intel ein Verlustgeschäft, wenn sie keine schnelleren Modelle kaufen.
6.) Crimson II 24.07.2010 - 17:40 Uhr
ASUS und Co. werden sich sicher was einfallen lassen um den OC-willigen Käufer mit entsprechenden Platinen zufrieden zu stellen, gegen Aufpreis versteht sich...
Auf der anderen Seite muss doch mal klargestellt werden, dass nur wenige der Kunden Ihren PC selber zusammenstellen und davon wieder nur ein Teil ans OC denkt. Wen Intel dadurch günstigere Einstiegsplatinen ermöglicht, wieso nicht?
5.) eXEC 24.07.2010 - 13:41 Uhr
Ich glaube nicht, als ich den CPU gekauft habe (Anfang April 2009), gab es nur entweder S775 (Aussterbend), AM2+ (Aussterbend) oder S1366. Es gab nur einen aktuellen Sockel mit einigermaßen Zukunft und der Aufpreis für die komplette Plattform lag bei "nur" 150€. Zu der Zeit kostete ein Phenom 940 noch ~200€ und AM3 gab es noch nicht. Einzig das Board war um 100€ teurer, hatte dafür aber auch bessere Ausstattung. Ich bin definitiv davon überzeugt, das richtige gekauft zu haben. Selbst nach über einem Jahr ist der CPU noch das schnellste, was es so zu kaufen gibt. (Taktbereinigt) Jetzt würd ich natürlich einen Phenom X6 kaufen.
4.) Phenocore 24.07.2010 - 13:27 Uhr
Na-ja, du hast dir auch eine teure Plattform mit einem nicht günstigen Core i 920 gekauft. Ich glaube fast, dass du in Intels Kundenschema passt, denen Intel für etwas Aufpreis die "K-Modelle" mit freiem Multiplikator verkaufen will.
3.) eXEC 24.07.2010 - 13:11 Uhr
OC is für mich ein absolutes Kaufargument. Beim aktuellen i7 hab ich 50% (!) mehr Takt durch OC rausholen können. Ein CPU ohne OC-Möglichkeit würde für mich bedeuten, ich kaufe garantiert einen AMD-CPU, zumindest wenn die OC nicht auch sperren
2.) saint-ch 23.07.2010 - 22:43 Uhr
meinem vor redener voll zustimm. mit dem HT hat AMD was schönes in der hand, der geübte user kann so ein system beschleunigen, (mehr CPU PCIe und RAM takt) ohne die periferie zu destabilisieren.
1.) TeHaR 23.07.2010 - 12:43 Uhr
Das sowas kommt war doch schon seit Monaten in der Gerüchteküche. Man sieht ja jetzt schon das es kaum mehr CPUs gibt die sich nur durch Takt unterscheiden. Intel beschränkt dafür bis jetzt halt Features und Cache. Wer kauft heute bitte nen i3 550 für 140€ wenn es den i3 530 für 95€ gibt, und der auch zu 100% und innerhalb von 15sec Einstellzeit auf den Takt des 550er geht.

Ich glaube auch nicht das Intel es zulässt das da irgendwelche Mainboardhersteller etwas bastelln. Das wäre ja so als wenn es Mainboardhersteller heute es irgendwie reinbaut das man bei jedem CPU den Multi erhöhen kann.

Alles in allem wieder ein Grund mehr bei AMD zu bleiben bzw. dahin zu wechseln.