DVI Nachfolger steht in den Startlöchern

TFT Nachdem der lieb gewonnene D-Sub Port so langsam aber sicher vom Aussterben bedroht ist - was nicht zuletzt am Übergang vom Röhrenmonitor zum TFT Display liegt - und sich der "Digital Visual Interface" (DVI) als Standard für Flachbildschirme etabliert hat, steht mit dem "DisplayPort" bereits ein Nachfolger in den Startlöchern. Bis es aber zur erneuten Wachablösung kommt, werden mindestens noch zwei Jahre ins Land ziehen, denn die "Video Electronics Standards Association" (VESA) hat gerade einmal die finalen Spezifikationen verabschiedet.

DisplayPorts Schnittstelle

Den technischen Daten zufolge wird der DisplayPort - ähnlich wie schon die HDMI-Schnittstelle - sowohl Video- als auch Audiosignale verarbeiten können. Dank einer maximalen Bandbreite von 10,8 GBit/s werden zudem deutlich höhere Auflösungen und Bildwiederholraten unterstützt, als dies noch beim DVI-Anschluss der Fall ist. Dennoch ist auch beim DisplayPort nicht alles Gold was glänzt, was vor allem an der Tatsache liegt, dass selbiger mit einem Kopierschutz für High-Definition-Inhalte ausgestattet wird und es somit nahezu unmöglich macht seine rechtlich einwandfrei erworbene "Sicherheitskopie" abzuspielen.

Wer gedacht hätte, dass es beim DVD-Nachfolgerstreit zwischen HD-DVD und Bluray bunt zu gehe, der wird bei den kommenden digitalen Anschlüssen sein "blaues Wunder" erleben, denn neben DVI, HDMI und DisplayPort ist noch ein weiterer Standard in der Mache, welcher im Moment unter dem Namen "Unified Display Interface" (UDI) entwickelt wird. Entwickelt wird letzteres von einem Konsortium rund um Intel, Apple und LG. Im Gegensatz zum DisplayPort ist es zwar abwärtskompatibel zu DVI und HDMI, muss aber dafür auf die Audio-Fähigkeit verzichten.

Wer im ganzen "Kuddelmuddel" rund um die kommende digitale Anschlussvielfalt verloren gegangen sein sollte, dem sei gesagt, dass es uns nicht anders geht und wir inständig hoffen, dass sich die Größen der IT-Branche auf einen Standard einigen, da keinem damit geholfen ist, wenn wir zig verschiedenen "Normen" haben.


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