OCZ mit PCIe-SSD RevoDrive

SpeichermedienSchon länger gibt es für Server SSDs auf PCI-Express-Karten. Der Vorteil ist dabei maßgeblich die höhere Geschwindigkeit, die mittels PCI-Express gegenüber SATA oder SAS möglich ist. Allerdings sind die Karten extrem teuer und daher für Normal-Nutzer wenig sinnvoll. Jetzt will OCZ, die inzwischen ein beinahe unüberschaubares Angebot an SSDs haben, diese Technik aber mit dem RevoDrive auch für Endkunden interessant machen.

OCZ RevoDrive

Auf der Karte sind zwei SandForce-Controller im Raid 0 verbaut, die 120 oder 240 GiB Flash-Speicher ansteuern. Dabei kommt das Laufwerk im Maximum auf beeindruckende 540 MB/s beim Lesen und 480 MB/s beim Schreiben und auch die von OCZ angegebenen 80.000 IOPS sind durchaus beeindruckend. Ein Bridge-Chip sorgt für die Kompatibilität mit dem PCI-Express x4-Steckplatz.

Für die 120 GiB-Version gehen die Preise derzeit bei ca. 375 Euro los, die 240 GiB-Version liegt bei 670 Euro. Damit ist der Preis durchaus interessant, vergleicht man das Ganze mit zwei Vertex2-SSDs, die im Raid 0 die Leistung des RevoDrive wohl nicht ganz erreichen, aber dafür etwas günstiger zu haben sind. Nachteil der Raid-Konfiguration ist das Fehlen der TRIM-Unterstützung, die auch bei anderen SSDs im Raid nicht funktioniert. OCZ will hier aber irgendwann ein Tool nachliefern, das ein zu starkes Absinken der Leistung verhindern soll. Positiv zu bemerken ist, dass es dank einer eigenen Firmware möglich ist, vom Laufwerk auch zu booten, was für eine PCI-Express-SSD keine Selbstverständlichkeit darstellt. Als Normalnutzer wird man allerdings gegenüber einer einzelnen SSD subjektiv kaum einen Unterschied feststellen können, für Performance-Enthusiasten führt aber momentan kaum ein Weg am RevoDrive vorbei.


Kommentar schreiben

  • Loggen Sie sich oben mit ihren Benutzerdaten ein, um Kommentare zu verfassen.
  • Falls Sie noch kein Mitglied sind, können Sie sich in unserem Forum registrieren.

7 Kommentare

7.) f1delity 01.07.2010 - 17:20 Uhr
Das "bemerkenswerte" ist hier nur, dass das Laufwerk wie ein Raidcontroller angesprochen wird, daher geht auch booten, bei den anderen PCI-E-Drives ist das nicht der Fall.
6.) core 01.07.2010 - 13:09 Uhr
Bemerkenswert? Naja von jeder anderen SSD kann man auch booten ;)

Ist finde ich viel mehr Grundvorrausetzung, gerade für diesen Markt/Zielgruppe....
5.) Duplex 01.07.2010 - 11:21 Uhr
Quote:
Dabei kommt das Laufwerk im Maximum auf beeindruckende 540 MB/s beim Lesen und 480 MB/s beim Schreiben und auch die von OCZ angegebenen 80.000 IOPS sind durchaus beeindruckend.


Ich finde man könnte das wort Laufwerk gegen "Datenträger" tauschen da es sich hierbei eigentlich nicht mehr um einen richtigen "laufwerk" handelt.


Was ich bemerkenswert finde ist das man vom der SSD Booten kann , wie wäre es mit einen Windows start in 2sek =D ?
4.) N1truX 30.06.2010 - 05:58 Uhr
Naja auch native x4 Steckplätze hätten mal was^^ Meistens sind es ja x16, selten auch x8 die dann nur mit weniger Lanes betrieben werden.
3.) chrissv2 30.06.2010 - 01:03 Uhr
Und schon gehen die Probleme mit den wenigen PCIe Steckplätzen los. Der x16 von der Grafikkarte belegt, der x16@x8 mit der x4 USB3/Sata-Karte belegt und nur noch ein x1 PCIe Steckplatz übrig.

Das nächste Board muss mindestens 3 x16er haben. Auf die PCI Steckplätze könnte ich dafür mittlerweile verzichten.

mfg
chris
2.) isigrim 29.06.2010 - 18:26 Uhr
Das gute ist, dass das Ding nur 8 Watt unter Last verbraucht. Das ist zwar gemessen an "normalen" SSDs relativ viel, aber für die Fläche absolut kein Problem.
Eigentlich ist da übrigens ein Anschluss verbaut, mit dem man noch ein "Zusatzbrett" draufstecken kann. Das wurde aber wohl in der ersten Revision gestrichen. Anandtech hat einen Test zu der SSD auf: AnandTech.com: OCZ's RevoDrive Preview: An Affordable PCIe SSD
1.) core 29.06.2010 - 18:19 Uhr
Boa haben wollen! XD
Aber so ein "Brett" im PCI Slot wird sich wohl nicht so positiv auf den AirFlow im Case, besonders was die Graka angeht, auswirken....