GTX 460 nur mit 192 Bit und 768 MiB GDDR5?

NvidiaIm Vorfeld der Computex gibt es verstärkt Spekulationen um Nvidias kommendes Grafikkarten-Lineup. Inzwischen geht man davon aus, dass neben der GTX 465, die wohl auf einem beschnittenen GF100-Chip basieren wird, auch eine GTX 460 auf Basis des kleineren GF104 erscheinen wird. Bisherige Meldungen sprachen dem GF104 ein 256 Bit-Speicherinterface und 1024 MiB GDDR5-Speicher zu. Laut einem Bericht der türkischen Seite donanimhaber soll die GTX 460 nun aber nur mit einem 192 Bit breitem Speicherinterface auskommen und dementsprechend nur über 768 MiB Texturspeicher verfügen.

Derzeit besteht das Angebot mit den aktuellen Grafikchips auf Fermi-Basis nur aus zwei Karten, nämlich der GTX 470 und der GTX 480. Auf beiden kommen beschnittene Versionen des GF100-Chips zum Einsatz. Dabei wurden bei der GTX 470 die Shadereinheiten von 512 möglichen auf 448 beschnitten und das Speicherinterface von 384 auf 320 Bit. Bei der GTX 480 wurden lediglich die Shadereinheiten auf 480 beschnitten, das Speicherinterface blieb jedoch unangetastet.
Eine weiter beschnittene Version wird die GTX 465 werden, die aller Voraussicht nach mit einem auf 256 Bit verkleinerten Speicherinterface und nur 352 Shadereinheiten auskommen muss. Damit liegt die Karte in vielen Fällen unterhalb von AMDs Radeon HD 5830, die ihrerseits auf einem stark beschnittenen Cypress-Chip basiert.

Eine weitere GTX-Karte soll in Form der GTX 460 erscheinen, die dann aber laut Fudzilla nicht mehr auf dem GF100, sondern auf dem kleineren GF104 basiert. Obwohl der Chip laut einigen Meldungen eigentlich ein 256 Bit-Speicherinterface bieten sollte, geht die aktuelle Meldung davon aus, dass das Speicherinterface auch bei der GTX 460 beschnitten wurde, nämlich auf 192 Bit. Bei den Shadereinheiten gehen die Spekulationen derzeit von 256 aus, womit der GF104 ein halbierter GF100 wäre.

Laut Fudzilla wurden jedoch noch einige zusätzliche Änderungen an der Architektur vorgenommen, wie zum Beispiel das Entfernen der Caches. Obwohl aufgrund der neuen Architektur ein Vergleich mit den älteren G200b-Karten nicht leicht fällt, scheint er hier doch angebracht. Denn wenn man davon ausgeht, dass GDDR5 etwa die doppelte Bandbreite gegenüber GDDR3 bietet, dann bewegt sich die GTX 460 hinsichtlich des Speicherdurchsatzes unterhalb einer GTX 260, die bei einem Speicherinterface von 448 Bit und GDDR3 Speicher auf eine Durchsatzrate von 111,9 GB/s kommt. Nimmt man für den GDDR5-Speicher einen Takt von 924 MHz an, wie dies bei der GTX 480 der Fall ist, dann käme man auf eine Durchsatzrate von unter 90 GB/s. Dafür dürfte die Karte mit einem Speicherinterface von 192 Bit deutlich günstiger herzustellen sein, weil dadurch ein einfacheres PCB verwendet werden kann. Dementsprechend dürfte sich die GTX 460 in vielen Fällen leistungsmäßig mit AMDs Radeon HD 5770 duellieren, die allerdings mit einem 128 Bit-Speicherinterface auskommt. Insgesamt sollte man mit Rückschlüssen vom Speicherinterface auf die Leistung der Grafikkarten vorsichtig sein, vor allem bei unterschiedlichen Architekturen. Man darf wohl auch vom GF104 erwarten, dass er bei ausgewählten Szenarien wie zum Beispiel Tesselation-lastigen Szenen deutlich schneller arbeitet als die ATI-Karten.

Offizielle Infos zu Nvidias neuen Performance-, Mainstream- und Einsteiger-Serien werden auf der Computex vom ersten bis fünften Juni erwartet.


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