Google TV soll Fernseher und Computer vereinen

UnternehmenGoogle hat heute zusammen mit Intel, Logitech und Sony seine Plattform für Google TV vorgestellt. Das Ziel ist die Verschmelzung von Online- und TV-Inhalten in einem Gerät. Dabei sollen sowohl externe Boxen angeboten werden als auch fertige TV-Geräte. Als Betriebssystem kommt Googles Android zum Einsatz, während Intels Atom CE4100 für die nötige Hardware-Unterstützung sorgt.

Google ist mit Youtube einer der größten Anbieter von Online-Videostreams und will sein Angebot nun zu einer Art TV 2.0 ausbauen. Dabei soll man durch eine einfache Suche sowohl Internet-Content als auch TV-Angebote und lokale Mediendateien finden und einfach starten können. Daneben sorgt Android mit dem Chrome-Browser auch für die Möglichkeit, im Internet zu surfen und soll dank Flash 10.1 auch Flash-Content darstellen können. Verschiedene Android-Apps bieten die Möglichkeit, weitere Programme zu nutzen, die nicht speziell auf Smartphones zugeschnitten sind. Dank Bild-in-Bild-Technik lassen sich auch verschiedene Angebote gleichzeitig abrufen. Später soll man das System mit HDTV-Kameras auch für die Video-Telefonie nutzen können.

Sony hat erste Google TV-Geräte für den Herbst 2010 angekündigt, allerdings zunächst nur für den amerikanischen Markt. Als Eingabegerät für die verschiedenen Inhalte von der Couch aus dient Logitechs Harmony-Technik, die auch eine Tastatur bereitstellt. Außerdem will Google spezielle Apps für das iPhone und Android-Smartphones bereitstellen, mit deren Hilfe man die TV-Geräte über WLAN bedienen kann.
Logitech wird auch spezielle Companion-Geräte anbieten, die man an vorhandene Fernseher anschließen kann, um Google TV zu nutzen. Engadget hat einige Bilder dazu veröffentlicht.

Der Atom CE4100 wurde von Intel speziell für TV-Geräte entwickelt. Er kann zwei Mpeg2/VCI/H.264-Streams und einen Stream mit Mpeg4.2 in Hardware dekodieren und beschleunigt auch die JPEG-Darstellung. Die integrierte PowerVR-GPU unterstützt OpenGL ES 1.1/2.0, OpenVG 1.1, OpenGL 2.0/3.0 und DirectX 9/10.1 (Da Android zum Einsatz kommt, spielt die DirectX-Unterstützung hier allerdings keine Rolle).

Die Plattform sieht äußerst viel versprechend aus und Google hat angekündigt, Google TV als Open Source anzubieten. Interessant ist auch der Einsatz von Intels Atom, da viele andere Hersteller bei ihren Multimedia-TV-Geräten auf ARM-Derivate zurückgreifen.


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