Asus plant die Einführung eines Konkurrenzproduktes zu Apples iPad, wobei der Konzern betont, man wolle dabei vieles besser machen als Apple. Offiziell vorgestellt werden soll das EeePad genannte Gerät zur Computex im Juni, die Markteinführung ist dann einen Monat später geplant.
Technisch wurde noch nicht viel bekannt gegeben. Maßstab ist ganz klar das iPad, was nicht nur am täuschend ähnlichen Namen offensichtlich wird, sondern auch in der Pressekonferenz vom Asus CEO Jerry Shen ganz explizit erwähnt wurde. So wolle man gerade die Schwachpunkt des iPads angehen und eine sinnvolle Alternative bieten. USB soll ebenso mit an Bord sein wie Flash. Apple will nach wie vor Flash nicht für das iPad zulassen, was inzwischen zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen Apple und Adobe geführt hat. Laut Asus wird auch eine Webcam integriert sein, deren Fehlen beim iPad von vielen bemängelt wurde.
Als Hardwaregrundlage dient Nvidias Tegra, wobei nicht explizit erwähnt wurde, ob ein Tegra der ersten Generation oder ein Tegra 250, also jener Cortex A9-Dual-Core, den Nvidia schon im Januar vorgestellt hatte, von dem man bisher aber sonst noch nichts gesehen hat. Wahrscheinlicher ist tatsächlich ein Tegra 250, da der ältere Tegra-Prozessor einfach zu wenig Leistung bietet.
Auf Softwareseite setzt Asus auf Googles Android, das derzeit wohl die viel versprechendsten Aussichten als kommendes Betriebssystem für mobile Internetgeräte hat.
Asus erwartet, 2010 300.000 Einheiten des EeePad abzusetzen und rechnet gleichzeitig mit einem Rückgang der Netbook-Nachfrage um 10 bis 20 Prozent. Die Kosten sollen bei Abschluss eines Mobilfunkvertrags zwischen 480 und 510 US-Dollar liegen, was andeutet, dass es vielleicht auch noch günstigere Varianten ohne 3G-Modul geben könnte, ähnlich wie dies beim iPad der Fall ist.
Neben Asus wird auch MSI im dritten Quartal ein eigenes Tablet namens M Pad auf den Markt bringen.