Aktualisierte Intel-Desktop-Roadmap gesichtet

IntelAuf PC Watch sind wieder zahlreiche, neue Roadmaps zu Intels kommenden Prozessoren aufgetaucht. Wir wollen uns in dieser Meldung auf die Desktop-Modelle beschränken und die jeweiligen Neuerungen in den einzelnen Preissegmenten bis 2011 zusammenfassen.

Im High-End hat Intel mit dem Sechs-Kerner Core i7-980X erst letzten Monat die Messlatte hoch gesetzt. Im Sommer soll noch ein so genannter Core i7-970 mit 6x 3,20 statt 6x 3,33 GHz hinzustoßen, ehe in der zweiten Jahreshälfte 2011 auf Basis der neuen Sandy Bridge-Architektur Sechs- und Acht-Kerner mit 15 und 20 MiB L3-Cache sowie Triple-Channel-Interface aufschlagen sollen. Vermutlich werden sie einen neuen Sockel nach sich ziehen - es ist von einem Sockel LGA1356 (Socket B2) die Rede.

Im Performance-Segment sind die Änderungen größer. In 2010 wird es hier in erster Linie neue Prozessoren auf Basis des Vier-Kerners Lynnfield geben, namentlich Core i7 870S (2,66 GHz), 875K (2,93 GHz) und 880 (3,06 GHz). Dabei wird das Suffix „S“ besonders stromsparende Varianten kennzeichnen und das Suffix „K“ multiplikatoroffene Varianten.
Anfang 2011 soll es dann auf Basis der Sandy Bridge-Architektur neue Quad-Core-Prozessoren in 32 Nanometer-Strukturbreite geben. Diese werden über eine integrierte, ebenfalls in 32 Nanometer-gefertigte Grafikeinheit verfügen, gerüchteweise 6 MiB L3-Cache besitzen und mit 95 Watt TDP spezifiziert sein. Ein Sockelwechsel wird sich auch hier offenbar nicht vermeiden lassen. Es soll der so genannte Sockel LGA1155 (Socket H2) zum Einsatz kommen.

Das Mainstream-Segment wird dieses Jahr durch Taktupdates des Zwei-Kerners Clarkdale konkurrenzfähig gehalten. Hier steht unter anderem die Vorstellung des Core i3 550 (3,20 GHz) und Core i5 655K (3,20 GHz), 680 (3,60 GHz) aus.
Sandy Bridge wird auch hier schon Anfang 2011 seine Spuren hinterlassen. Neue Dual-Core-Prozessoren mit ebenfalls integrierter Grafiklösung und 3 MiB L3-Cache bei 65 Watt TDP sollen Clarkdale in Rente schicken. Sie werden vermutlich ebenfalls auf den schon besagten, neuen Sockel LGA1155 vertrauen.

Im Low Cost-Segment, welches zuletzt durch den Celeron E3400 und Pentium E6600 aufgewertet wurde, ist laut Roadmap für dieses Jahr nur noch die Vorstellung des so genannten Pentium E5500 angedacht, wobei wir uns fast sicher sind, dass Intel auch noch weitere Ableger spontan aus dem Boden sprießen lassen wird.
Interessanterweise sind für 2011 auf Basis der Sandy Bridge-Architektur keine neuen Low-Cost-CPUs geplant. Ähnlich verfuhr Intel bereits bei der Einführung der Core-Mikroarchitektur, die sich erst relativ spät dem Low-Cost-Segment annahm.

Die Roadmaps auf PC Watch haben sich in der Vergangenheit als verlässliche Quelle erwiesen, allerdings haben sie noch nie Anspruch auf Vollständigkeit erhoben, was aber auch einfach daran liegt, dass manche Prozessoren relativ spontan zu Leben erweckt werden. Sei es aufgrund von Fertigungsproblemen, neuen Marktnischen oder auch schlichtweg der Vorstellung eines Prozessors des Konkurrenten.


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3 Kommentare

3.) Lumi25 13.04.2010 - 10:42 Uhr
Ist das nicht völlig egal? Wer meint er braucht jedes Jahr eine neue CPU hat in meinen Augen eh zuviel Geld. Mein 4600+ X2 hat von 2006-2009 gehalten. Jetzt hab ich ein Core i5 750 drin und bis dieser ausgereizt ist dauert es vermutlich noch. Die Spieleschmieden hängen eh immer hinterher was Multicore anbetrifft bis auf wenige Ausnahmen.

2012 dürfte es wohl weder Sockel 1156 noch AM3 geben denn die Entwicklung geht immer schneller voran.
2.) Bulldozer 11.04.2010 - 14:28 Uhr
glaube nicht das Socket 1156 & 1366 auslaufen werden, erst wenn Intel das bestätigt darf man es glauben.

Bei AMD wird der Socket AM3 auch nicht lange halten, spätestens 2013 kommt ein neuer Socket für den Desktop wenn AMD die ersten 8/12 Modul CPUs entwickelt die eine übergröße & mehr Bandbreite efordern.
1.) LoRDxRaVeN 11.04.2010 - 13:01 Uhr
Oh, der Sockel 1366 läuft also auch aus :D Das ist mir neu, allerdings wäre ja fast das Gegenteil verwunderlich gewesen...