Geforce GT 320, GT 330 und GT 340 offiziell

NvidiaNvidia stiftete Verwirrung, als sie Ende November eine so genannte Geforce 310 in ihr Desktop-Portfolio aufnahmen und nur kurze Zeit darauf eine so genannte Geforce 315. Rasch stellte sich heraus, dass sich hinter dem neuen Namen alte Technik verbirgt: Die Geforce 310 ist ein Geforce 210-Klon und die Geforce 315 ein Geforce 220-Klon.
Mit dem heutigen Tag führt Nvidia die "neuen" Karten Geforce GT 320, GT 330 und GT 340 ein.

Die Geforce GT 320 wird mit 72 Shader-, 24 Textur- und 8 Rastereinheiten ausgewiesen. Damit besitzt sie zumindest einmal einzigartige Spezifikationen, wobei nicht schwer zu erraten ist, dass ein kastrierter GT215-Chip verwendet wird, der bei der Geforce GT 240 in der Vollausstattung über 96 Shader- und 32 Textureinheiten verfügt.
Der Chip taktet mit 540 MHz, der Speicher mit 790 MHz, wobei er mit 128 Datenleitungen angebunden ist. Die TDP wird mit 43 Watt festgehalten.

Als Geforce GT 330 dürfen sich interessanterweise offenbar mehrere Grafikkarten bezeichnen. Die Spezifikationen sind hier ungewöhnlich freizügig gewählt. Auf der hauseigenen Seite ist von 96 bis 112 Shadereinheiten die Rede, dementsprechend wird Nvidia für die schnellsten GT 330-Ausführungen - der Autor dieser Meldung muss sich gerade für Nvidia schämen - den G92b-Chip verwenden müssen. Darauf deutet nicht nur hin, dass explizit DirectX 10- statt 10.1-Unterstützung ausgewiesen wird, sondern auch die Tatsache, dass Nvidia derzeit keinen DirectX 10.1-Chip am Markt hat, der mehr als 96 Shadereinheiten besitzt und ein Speicherinterface, das bis zu 256 Bit (128 und 192 Bit stehen ebenfalls zur Auswahl) breit ist.
Als Speicher verwendet man entweder 500 MHz DDR2 oder 800 MHz DDR3. Das Speichervolumen variiert dabei zwischen 1 und 2 GiB. Wie hoch der Chip getaktet ist, lässt man angesichts der oben näher dargelegten Modellvielfalt (ebenfalls) offen. Die TDP beträgt 75 Watt.

Die "Neuvorstellungen" werden von der Geforce GT 340 abgerundet, die wiederum ein Klon der Geforce GT 240 ist, dementsprechend auch wieder auf dem neueren GT215-Chip setzt. Mit 96 Shader- und 32 Textureinheiten kann er langsamer sein als die schnelleren Geforce GT 330-Modelle, was einmal mehr Nvidias Namenspolitik in Frage stellt.
Die Taktraten belaufen sich wie bei der Geforce GT 240 auf 550/1340/1700 MHz, wobei der GDDR5-Speicher 1 GiB groß ist. Die TDP ist mit 70 Watt auch etwas niedriger als bei der Geforce GT 330 angesetzt.

Das Beste zum Schluss: Die Namensduselei vollzieht Nvidia bisweilen nur im OEM-Markt. Im Retail-Markt wird man also bis auf weiteres nicht auf die trügerischen Namen Geforce 310, 315, GT 320, GT 330 und GT 340 stoßen.


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4 Kommentare

4.) (th) 25.02.2010 - 21:20 Uhr
Duplex:

@HWI
warum seh ich eigentlich die kommentare nicht mehr auf der "news" sondern werde direkt ins forum geleitet ?
fands eigendlich ganz gut wie es früher war...


KonKorT:

Habe es derzeit wegen Performanceproblemen deaktiviert. Hoffe es in den nächsten Tagen wieder aktivieren zu können.

Falls ihr weitere Fragen habt, kontaktiert mich bitte per PN, damit wir hier zurück zum Thema finden. ;)


Das dazu.

Quote:
der Autor dieser Meldung muss sich gerade für Nvidia schämen - den G92b-Chip verwenden müssen.


:) Ich glaube das war das am wenigsten neutrale Statement was ich seit längerer Zeit in einer HWI news gelesen habe, aber doch wirklich angebracht!
3.) Duplex 24.02.2010 - 18:55 Uhr
ich finds einfach dreist was nvidia da abzieht , net mal nen G92c in 40nm oder so , nein direkt nen G92b einbaun und als modern verkaufen , einen 2jahre alten chip...


@HWI
warum seh ich eigentlich die kommentare nicht mehr auf der "news" sondern werde direkt ins forum geleitet ?
fands eigendlich ganz gut wie es früher war...
2.) isigrim 23.02.2010 - 09:09 Uhr
Es werden nicht alle GT330 auf G92b setzen, aber eben einige und das macht das Ganze ja so undurchsichtig. Das ist kein "einfaches" Rebranding mehr, die GT330 ist offenbar eine reine Resteverwertungsaktion für die OEMs.
Hier ein Beispiel für eine GT330 die defintiv auf einen G92b setzt
1.) PCuser90 23.02.2010 - 08:48 Uhr
Ehrlich gesagt bin ich mir bei der GT 330 nicht so ganz sicher, ob da wirklich alle Derivate auf den G92b setzen... Eure Begründung klingt logisch, aber man muss sich einmal überlegen, dass eine GT 330 mit nur 128 Bit Speicherinterface (und damit mur 8 ROPs) - selbst, wenn sie nur 96 Shader (und 48 TMUs hat), eine 6-fach höhere Textur- als Pixelfüllrate hat! Der Unterschied ist meiner Ansicht nach viel zu groß...
Im Übrigen würde ein Chiptakt von 550/1340 genau dem einer GT 240 entsprechen, deren DDR3-Modell ja nicht mehr unter den GT 330-Modellen aufgelistet ist.