AMD in Q4/2009 mit Milliardengewinn

AMDNachdem AMD in den letzten zwölf Quartalen Verluste vermeldet hat, ist man im 4. Quartal 2009 endlich wieder in den schwarzen Zahlen angekommen, vor allem wegen einer Ausgleichszahlung von Intel. Zu sagen, AMD wäre "dank Intel" in den schwarzen Zahlen, würde wohl heißen, Intels Geschäftspraktiken der letzten Jahre außer Acht zu lassen.

Insgesamt vermeldet AMD einen Gewinn von 1,178 Milliarden US-Dollar, was 1,52 US-Dollar pro Aktie entspricht. Der Umsatz beziffert sich auf 1,646 Milliarden US-Dollar und stieg damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um satte 42 Prozent an.
Eingerechnet in das gute Ergebnis ist, wie erwähnt, Intels Zahlung in Höhe von 1,25 US-Milliarden Dollar, ohne die AMD entsprechend erneut einen kleinen Verlust hätte ausweisen müssen.

QuartalUmsatz in USDGewinn in USD
04/091,646 Millarden1.178 Millionen**
03/091,369 Millarden-128 Millionen
02/091,184 Millarden-330 Millionen
01/091,117 Millarden-416 Millionen
04/081,162 Millarden-1.424 Millionen*
03/081,776 Millarden-67 Millionen


Wie erwartet, hat besonders die Grafikabteilung stark zulegen können, was Umsatz und vor allem Gewinn angeht. So stieg der Umsatz dort im Vergleich zum Vorquartal von 206 auf 427 US-Millionen Dollar, wobei der Gewinn gleichzeitig von 8 auf 53 Millionen US-Dollar anwuchs. Damit hat AMD nun schwarz auf weiß, dass die Evergreen-Serie (Radeon HD 5000-Reihe) ein voller Erfolg ist. 2010 wird man sich allerdings der neuen Grafikarchitektur aus dem Hause Nvidia gegenüberstellen müssen.

Nach wie vor schlagen allerdings die Fertigungsanlagen negativ zu Buche, an denen AMD selbst immer noch einen kleinen Teil hält, obwohl der Großteil inzwischen unter dem Namen Global Foundries an den neuen Besitzer ATIC übergegangen ist. AMD wird sich jedoch komplett aus dem Foundry-Geschäft zurückziehen, womit dieser Negativ-Posten in Zukunft nicht mehr in den Billanzen auftaucht.

Für das kommende Quartal rechnet AMD mit einem leichten Umsatzrückgang, was jedoch in erster Linie saisonbedingt erscheint. Allerdings dürften sich für das laufende Jahr sowohl der Rückzug aus dem Foundry-Geschäft als auch die Tilgung eines Teils der immensen Schulden positiv auf die Geschäftszahlen auswirken.
Wichtig für AMD ist auch, dass nun mehr große Hersteller AMD-Produkte anbieten. So hat beispielsweise Lenovo seit kurzem sein ThinkPad Edge und ThinkPad x100e mit AMD-Prozessoren im Angebot.

* Abschreibung ATI
** Intel-Ausgleichszahlung


Kommentar schreiben

  • Loggen Sie sich oben mit ihren Benutzerdaten ein, um Kommentare zu verfassen.
  • Falls Sie noch kein Mitglied sind, können Sie sich in unserem Forum registrieren.

4 Kommentare

4.) (th) 22.01.2010 - 19:12 Uhr
wer hat den zum Vegleich Umsatzzahlen von Nvidia?
3.) isigrim 22.01.2010 - 09:54 Uhr
@SunBlack

Danke für den Hinweis, ich habs ausgebessert.
Das kommt davon, wenn man statt moderner Sprachen nur alten Kram lernt. ;)
2.) TeHaR 22.01.2010 - 09:23 Uhr
Jupp man muss auch immer bedenken das AMD natürlich dann für die CPU Waffer von GF zahlen muss. Umsonst gibts nichts! Aber scheinbar sind die kosten dafür geringer sonst würde es AMD ja nicht machen!
1.) SunBlack 22.01.2010 - 08:43 Uhr
Seit wann wird Grafik wieder mit ph geschrieben? ;)

Zur News: Die Zahlen klingen zwar gut, aber scheinbar läuft das CPU-Geschäft immer noch nicht all zu rosig, wenn, trotz zusätzlicher ATI-Gewinne, die Kosten der Foundries für ein Minus sorgen (immerhin noch ein Minus von 72 Mio)