ATIs Evergreen-Serie ein voller Erfolg

AMDATI hat heute bekannt gegeben, dass man schon 800.000 Grafikchips seiner Evergreen-Serie unter die Leute bringen konnte. Darunter zählen sowohl die in der Radeon HD 5800 verbauten Cypress-Chips - im Doppelpack als Hemlock in der Radeon HD 5970 - als auch deren kleinere Derivate Juniper, die die Radeon HD 5700-Karten befeuern.

Laut ATI gingen von der kleineren Version Juniper 500.000 Exemplare über die Ladentheke, während von den größeren Cypress-Chips 300.000 abgesetzt werden konnten. Das ist insofern überraschend, als gerade die HD 5800-Serie seit Erscheinen von massiven Lieferschwierigkeiten geplagt wird, die maßgeblich mit der schlechten Chipausbeute beim Auftragsfertiger TSMC zusammenhängen. Im Moment verbessert sich die Verfügbarkeit aber, was für einige doch noch für DirectX 11 unter dem Weihnachtsbaum sorgen könnte. Für ATI könnte dies zudem bedeuten, dass man knapp eine Million Evergreen-Chips in diesem Jahr absetzen kann. Anfang nächsten Jahres folgen dann schon die mobilen Ableger der Evergreen-Serie und wohl auch die Low-End-Desktopvarianten.

Die Verlierer dabei sind Nvidia und besonders seine Boardpartner, denn einerseits lässt der neue Grafikchip Fermi weiter auf sich warten, andererseits ist die Verfügbarkeit der High-End-Karten mit GT200-Chip derzeit denkbar schlecht, wie zum Beispiel ein Blick auf die Seite von Alternate zeigt. Selbst wenn Fermi, alias GT300, Anfang kommenden Jahres auf den Markt kommt, fehlt Nvidia aber wohl zunächst eine Mittelklasse-Lösung, denn auch wenn die kleineren Ableger der HD 5000-Serie für DirectX 11-Effekte wie Tesselation teils zu schwach sind, dürfte allein die Fähigkeit dazu, häufig schon ein Verkaufsargument darstellen.

Besonders erfreulich für ATI dürfte die fehlende Konkurrenz wohl auch deshalb sein, weil man dadurch kaum unter Preisdruck steht. Darin zeigt sich andererseits wieder einmal, dass bei fehlender Konkurrenz letzten Endes der Kunde das Nachsehen hat.


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10 Kommentare

10.) Overclocked 16.12.2009 - 14:41 Uhr
na wer sagt denn, dass ich sie nicht weiss :D
9.) touly 15.12.2009 - 18:51 Uhr
dann brauchst aber auch die Werte der Entwicklungs-/Produktionskosten ;-) und wer kennt die schon außer AMD. Wart einfach die Quartalsbilanz ab, die Amd offenlegt wie sonst auch
8.) Overclocked 15.12.2009 - 18:38 Uhr
Kennt jemand den ungefähren Preis für den ATI seine Karten an seine Boardpartner verkauft? Dann könnte man mal ne Hochrechnung anstellen wie viel Kohle ATI bereits verdient hat und ob es für ATI bisher unter Abzug der Entwicklungs-/Produktionskosten bisher sich gelohnt hat oder nicht.
7.) LoRDxRaVeN 15.12.2009 - 15:00 Uhr
Bis auf den Image-Schade den AMD durch die schlechte Endkunden-Verfügbarkeit davonträgt (was natürlich alles andere als unerheblich ist), dürften sie aber die Probleme zumindest finanziell nicht so schlimm jucken. Ich möchte wissen welche horenden Strafzahlungen TSMC leisten muss. Das ist ja einer der großen Vorteile, wenn man fremdfertigen lässt...

LG
6.) N1truX 15.12.2009 - 13:18 Uhr
Man sollte bei dem Verhältnis auch nicht vergessen das die 5800er ein paar Tage vor den 5700er kamen ;)

PS: 800.000 sind jetzt nicht die Welt. AMD wollte nach eigenen Plänen (die wohl mit einer besseren TSMC-Fertigung gerechnet haben) alleine 500.000 - 600.000 RV870 absetzen. Wie viel das im Gesamten sind lässt sich auch schwer einschätzen, denn der Grafikkartenmarkt befindet sich gerade im Aufwind und somit kann man da nur vermuten. Im Q4/08 waren es bei allen Herstellern etwa 16 Mio. Chips zusammen, das dürfte dieses Jahr wieder um einiges höher liegen (über 20 Mio sicherlich wieder). Also kann man grob mit etwa 4-5% des gesamten Grafikkartenmarkts rechnen, dass auf AMDs HD 5000 Karten fällt.
Noch nicht die Welt aber ganz OK. Interessant wäre noch, wie viel Vorbestellungen so dazukommen^^ Angeblich sollen die auch im oberen 6-stelligen Bereich liegen.
5.) hmd 15.12.2009 - 09:42 Uhr
Bessere Verfügbarkeit erzeugt ja auch unter den Boardherstellern der ATI-Karten für Konkurrenz. Die Preise müssten auch ohne Nvidia-Konkurrenz deutlich fallen. Aus meiner Sicht sind die Preise für 5870/5850 viel zu hoch, würd ich nicht bezahlen.

Wegen der Anzahl:
Stimmt, da müsste man wirklich wissen, wieviel Stück RV7xxner im gleichen Zeitrahmen verkauft wurde. Aber dass ein Teil der Verknappung auf wechselwillige bisherige Nvidia-Käufer (OEM oder Privatkunden) entfällt, kann man ebenso erwarten, weil Nvidia bezüglich Windows 7/DX11 einfach nichts am Start hat. Bis jetzt gabs ja nur Kritik wegen mangelnder Verfügbarkeit, dass der Grund auch in den hohen Verkaufszahlen liegen könnte, ist aus meiner Sicht keine Überraschung.
4.) isigrim 15.12.2009 - 06:43 Uhr
Prinzipiell richtig, das Verhältnis sollte deutlich stärker zugunsten der Mainstreamchips ausschlagen, allerdings sollte man nicht vergessen, dass diese derzeit noch mit den billigeren High-End-Chips der RV7xxer Reihe konkurrieren müssen, während die Cypress-Chips konkurrenzlos dastehen.
3.) Elandur 15.12.2009 - 01:18 Uhr
Wow, 800.000 Grafik-Chips sind schon eine Menge, darunter sind ja auch 300.000 Performance und High-End Chips. Im Vergleich zu den 500.000 Mainstream Chips kommt mir das aber ehrlich gesagt ein bisschen zu viel vor...
2.) alex84 15.12.2009 - 00:22 Uhr
@Phenocore: Würde mich auch mal interessieren! Sind das jetzt viele Karten, die da verkauft wurden? Klingt so!

Ob das so stimmt mit den Zahlen, oder ob AMD/Ati das nicht geschönigt hat... man weiß es nicht! :)
Fakt ist, wenn TSMC endlich mal liefern könnte, stünden die Kanadier auf alle Fälle besser da. Das hätte DIE Chance für Ati werden können den Grünen mal so richtig Feuer unterm Hintern zu machen...
-Alex
1.) Phenocore 15.12.2009 - 00:09 Uhr
Hat jemand Daten, wie viele HD4xxx-Karten in der gleichen Zeit nach dem Start verkauft wurden?