Globalfoundries' Roadmap bis 2011

UnternehmenAuf AMDs Financial Analyst Day wurden auch neue Informationen zur Chipfertigung bei Globalfoundries bis 2011 bekannt.
Der Super-High-Performance-Prozess in der obersten Spalte bezeichnet die SOI-Fertigung, während die drei Prozesse darunter Bulk-Verfahren sind. Die SOI-Fertigung läuft im Dresdner Modul 1, während im Modul 2 die Bulk-Produkte abgewickelt werden. Ab 2011 steht dann auch die Fab2 in Saratoga County (New York) in den USA für die Produktion zur Verfügung.

Globalfoundries Roadmap bis 2011

Im 3. Quartal 2010 startet die Risiko-Produktion des 32 nm-SOI-Verfahrens mit High-K-Metalgate, das somit rechtzeitig für AMDs 2011 erscheinende Desktop-Prozessoren Zambezi (Bulldozer), Llano (K10.5+ + GPU) und die Server-Versionen auf Basis der Bulldozer-Architektur verfügbar wird.
Gleichzeitig startet der 45 und 40 nm-Lowpower-Bulk-Prozess, der somit eventuell für AMDs kommenden 40 nm-Stromsparprozessor Ontario (Bobcat + GPU) genutzt werden könnte.
Ein Quartal später, also im 4. Quartal 2010, soll die 28 nm-High-Performance-Produktion starten, die ebenfalls auf das Bulk-Verfahren setzt. Dieses Verfahren eignet sich beispielsweise für die Herstellung von Grafikkarten, allerdings ist immer noch nicht ganz klar, ab wann AMD seine Grafikkarten bei Globalfoundries fertigen lässt - Nvidia hat dem Fertiger übrigens kürzlich eine Absage erteilt.
Anfang 2011 folgt dann die 28 nm-Super-Lowpower-Fertigung, die unter Umständen für die Herstellung von ARM-Prozessoren in Frage kommt.

Zielprodukte

Im Allgemeinen lässt sich noch ergänzen, dass Globalfoundries aus AMDs ehemaligen Fertigungsanlagen in Dresden entstand. Haupteigner ist das Technologie-Inverstment-Unternehmen ATIC aus Abu Dhabi.
Inzwischen hat man damit begonnen, in Saratoga County (New York) in den USA eine weitere Fertigungsanlage zu bauen, die 2011 den Betrieb aufnehmen soll. Zudem hat ATIC die Mehrheit an dem Chiphersteller Chartered erworben und wird diesen dem Konzern einverleiben. Kürzlich bemerkte AMDs CEO Dirk Meyer auch, dass schon in vier Jahren eine Fertigungsanlage in Abu Dhabi selbst samt Forschungszentrum entstehen könnte.
So hat sich Globalfoundries in kurzer Zeit - auch aufgrund seiner sehr progressiven Fertigungstechnik - einen Namen im hart umkämpften Foundry-Markt gemacht. Es geht nun hauptsächlich darum, neue Kunden zu gewinnen, um die zukünftig verfügbaren Fertigungskapazitäten auch ausnutzen zu können.


Kommentar schreiben

  • Loggen Sie sich oben mit ihren Benutzerdaten ein, um Kommentare zu verfassen.
  • Falls Sie noch kein Mitglied sind, können Sie sich in unserem Forum registrieren.

0 Kommentare