40 nm bei TSMCs Umsatz weiter unbedeutend

UnternehmenDen Kollegen von Xbitlabs liegen Zahlen vor, die zeigen, wie hoch der Umsatz des Auftragsfertigers TSMCs, der sowohl AMD als auch Nvidia beliefert, bei 40-, 65/55-, 90-, 130/110- und >= 150 Nanometer-Chips ist. Am interessantesten ist hier der doch noch sehr niedrige Anteil beim neuen 40 Nanometer-Verfahren, das auf AMDs HD 5000-Reihe durchgängig eingesetzt wird und ebenso fester Bestandteil der neuen Nvidia 300-Reihe werden soll.

Folgend eine tabellarische Übersicht über die Verteilung - abhängig vom Umsatz - der Fertigungsgrößen bei TSMC:

.Q1/2009Q2/2009Q3/2009
40 nm0,33%1,00%4,00%
55/65 nm23,00%28,00%31,00%
90 nm25,00%23,00%18,00%
110/130 nm16,66%13,00%14,00%
>= 150 nm35,00%33,00%33,00%


Wie sich zeigt, verdient TSMC immer noch am meisten Geld mit Chips, die in 150 Nanometer und größer gefertigt werden. Sie generieren bis heute 1/3 des Umsatzes. Darauf folgt die 55/65 Nanometer-Technologie mit 31 Prozent, die quasi auf allen, aktuellen AMD- und Nvidia-Grafikkarten vorzufinden ist. 90 Nanometer kommt immerhin noch auf knapp 20 Prozent, 110/130 Nanometer auf 14 Prozent.
40 Nanometer scheint noch in den Kinderschuhen zu stecken, gerade einmal 4 Prozent sind hier für das vor wenigen Wochen zuende gegangene dritte Quartal hinterlegt.

TSMCs Geschäftszahlen zeigen, dass man gegenüber dem letzten Quartal ordentlich an Umsatz zulegen konnte (+21,2 Prozent), im Vergleich zum Vorjahr mit 3,3 Prozent aber noch knapp zurückliegt. Die Wirtschaftskrise scheint aber auch hier allmählich überwunden, nachdem die Grafiksparte bereits neue Rekordumsätze vermelden konnte.


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3 Kommentare

3.) Daedalus 30.10.2009 - 08:51 Uhr
Die Zahlen sind in der Form zu erwarten gewesen.
Die Produkte in der 55/65 nm Sparte sind "Low Power" und "High Efficiency". Die Firmen wagen den Schritt zu 40 nm erst, wenn der Prozess ausgereift ist. ATI und NVIDIA sind da eine Ausnahme, weil die Firmen aufgrund der Chip-Größe direkte Vorteile haben und nebenbei noch einen harten Wettbewerb ausfechten.
90 bis 130 nm (+ ein Teil >= 150nm) sind die Firmen, welche N1trux als "geizig" bezeichnet, da die Stückzahlen nicht so schnell eine neue Maske rechtfertigt.
>= 150 nm ist vor allem Analogtechnik. Da z.B. in analogen CMOS-Verstärkern das Rauschen der Schaltung von der Größe des Verstärkers abhängt, setzt man lieber auf größere Transistoren. Ausserdem fressen Widerstände und Kapazitäten viel Platz. Damit ist es eigentlich schon egal, ob ein 200 nm oder 500 nm Prozeß gefahren wird.

@ Crimson II
Zur wirtschaftlichkeit der vielen Prozeße: Die Maschinen stehen, die Leute sind angelernt, der Kunde will es -> Nö
2.) N1truX 30.10.2009 - 06:09 Uhr
Grade Mobile-Chips werden in sehr kleinen Verfahren gefertigt. Die 150nm usw. - das sind meist Chips für Multimedia-Bauteile. Also Prozessoren für Fernseher, DVD-Player etc. oder auch Controller für andere Großgeräte.
Und für die Hersteller ist es einfach zu teuer auch einen neuen Prozess zu setzen (neue Masken müssen Deigned werden) - deshalb bleibt man bei den "alten" Verfahren.
1.) Crimson II 30.10.2009 - 05:41 Uhr
Wird es nicht unwirtschaftlich so viele Verfahren parallel anzubieten?
Werden Handychips noch in >150nm hergestellt oder wieso ist der Anteil noch so groß...

Wenn man bedenkt, dass die neuen HD5000er von AMD nicht gerade den größten Verkaufsanteil der AMD-Karten besitzt dann sind die 4% schon eine Hausnummer wenn AMD nach der 28nm Fertigung im eigenen Haus produziert!