Intel stellt Core i7 Mobile "Clarksfield" vor

IntelNachdem Intels neue Nehalem-Architektur den Desktop- und Servermarkt im Sturm eroberte, musste man sich auf die Adaption im Mobilsegment bis zur heutigen Stunde gedulden. Mit Core i7 720QM, 820QM und 920XM präsentiert man heute die ersten mobilen Ableger, die allesamt vier Rechenkerne mit insgesamt acht Threads besitzen.

Wie schon vormaligen Berichten zu entnehmen war, takten die drei Core i7-Prozessoren mit 4x 1,60, 4x 1,73 und 4x 2,00 GHz, wobei sie in Single-Threaded-Applikationen einen einzelnen Kern dank des Turbo Modes um bis zu 1,33 GHz beschleunigen können.
Generell setzen sie auf den Clarksfield-Kern, der dem Lynnfield-Kern sehr ähnelt, folglich ebenfalls nur ein Dual-Channel-Speicherinterface mit bis zu DDR3-1333-Unterstützung besitzt. Ansonsten sieht die Ausstattung 4x 256 KiB L2-Cache und 8192 KiB L3-Cache vor, wobei das kleinste Modell, Core i7 720QM, mit lediglich 6144 KiB L3-Cache auskommen muss.

.Core i7 720QMCore i7 820QMCore i7 920XM
CodenameClarksfieldClarksfieldClarksfield
Fertigung45 Nanometer45 Nanometer45 Nanometer
SockelLGA989LGA989LGA989
Threading4 Kerne, 8 Threads4 Kerne, 8 Threads4 Kerne, 8 Threads
Kerntakt1,60 GHz1,73 GHz2,00 GHz
Kerntakt
(Turbomode)
2,80 GHz3,06 GHz3,20 GHz
L2-Cache4x 256 KiB4x 256 KiB4x 256 KiB
L3-Cache6 MiB8 MiB8 MiB
SpeichercontrollerDDR3-DualDDR3-DualDDR3-Dual
TDP45 Watt45 Watt55 Watt
Preis$364$546$1054


Ebenfalls in Anlehnung an Lynnfield besteht die Capella getaufte Plattform nur noch aus einem 2- statt 3-Chip-Design. Man unterscheidet lediglich zwischen Prozessor und Ibexpeak-Chipsatz, der sämtliche Funktionen, die sonst in North- und Southbridge unterteilt waren, in einem Chip beinhaltet.

Anders als bei Lynnfield besitzt der verwendete Sockel allerdings nur 989 statt 1156 Kontaktflächen, die auf einem lediglich 37,5 x 37,5 mm großen rPGA-Package Platz nehmen. Er soll auch später dem mobilen, in 32 Nanometer-gefertigten Dual-Core-Prozessor mit integrierter Grafiklösung, Arrandale, dienen.

Intel positioniert die drei Prozessoren, wovon zwei in den 45 Watt-TDP-Rahmen fallen und eine sogar in den 55 Watt-TDP-Rahmen, klar im Performance- und High-End-Segment. Sie bieten eine messbar höhere Performance als die bisherigen, mobilen Intel-Quad-Core-CPUs, die der Kunde mit 364, 546 oder 1054 US-Dollar erkaufen muss.
Im Handel lassen sich schon erste fertige Notebooks mit Intel Core i7 Mobile-CPU finden. Sowohl Acer als auch Asus, Dell, HP, MSI und Toshiba haben erste Modelle angekündigt. Jeweils müssen mindestens 1000 Euro für das mobile Endgerät bezahlt werden.


Kommentar schreiben

  • Loggen Sie sich oben mit ihren Benutzerdaten ein, um Kommentare zu verfassen.
  • Falls Sie noch kein Mitglied sind, können Sie sich in unserem Forum registrieren.

1 Kommentar

1.) N1truX 24.09.2009 - 08:30 Uhr
Naja die sind genauso Massenmarkt tauglich wie die Core i7 CPUs. Die haben ja auch nur einen Anteil von etwa 3 Prozent im letzten Quartal auf den Desktops gehabt und ähnlich wird es bei den Mobiles jetzt auch sein. Die Masse liegt einfach im Core 2 Bereich für Intel.
Auch dürften die Hersteller kaum unter 450 $US wegkommen für eine Intel-Plattform (sprich CPU, Chipsatz und WLAN).