Erste P55-Platinen mit SLI-Lizenzierung

IntelIn wenigen Wochen werden die so genannten Lynnfield-Prozessoren debütieren und damit Nehalem-Technik mit vier Rechenkernen schon ab 200 US-Dollar zu kriegen sein. Vorab haben bereits die Mainboardbauer ihre Platinen gezeigt, denn die Lynnfield-Prozessoren erfordern nicht nur einen neuen Chipsatz (P55 statt X58), sondern auch einen neuen Sockel (LGA1156 statt LGA1366).
Wie jetzt bekannt wurde, werden einige P55-Platinen auch SLI unterstützen. Dies war bisweilen lediglich Nvidia-Chipsätzen sowie dem Intel X58-Chipsatz vorbehalten.

Nvidia verkündete gestern, dass die Mainboardhersteller Asus, EVGA, Gigabyte, Intel und MSI eine Lizenz erworben hätten, die es ihnen gestattet, auf ihren Platinen SLI-Unterstützung anzubieten. Ganz konkret nennt man auch schon das Intel DP55KG-Brett als SLI-kompatible P55-Platine.

Abgewickelt wird die SLI-Unterstützung über den so genannten Ibexpeak-Chip. Dieser Chip ist ein Plattform-Controller-Hub und Dreh- und Angelpunkt des Chipsatzes. Unter anderem verwaltet er auch die PCI Express 2.0-Interfaces und somit auch die SLI-Unterstützung.
Möglich sind theoretisch aber auch Platinen mit Nvidias Nforce 200-Chip, wie er auf den X58-Platinen eingesetzt wird. Dies hätte den Vorteil, dass beide Geforce-GPUs über x16- statt x8-Slots miteinander kommunizieren könnten.

Bei Nvidia heißt es weiter, dass man nicht nur den SLI-Betrieb auf eben jenen, lizenzierten P55-Platinen garantiere, sondern beispielsweise auch den Quad-SLI-Betrieb.
Ob man bereits zum Start der Lynnfield-Prozessoren P55-Platinen mit SLI-Unterstützung zu Gesicht bekommt oder diese erst etwas später folgen werden, ist noch offen. Sicher ist aber, dass Intels High-End-Chipsatz, X58, um ein vermeintliches "Only"-Feature ärmer ist.


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