Tarnt MSI HD 4750 als HD 4770?

AMDWie die Seite 4Gamer berichtet, wird AIB-Partner MSI im Laufe der zweiten Jahreshälfte die so genannte MSI R4770-MD512/D3 vorstellen. Deren letzte zwei Zeichen, nämlich D3, verraten, dass man anstelle des neuen und schnellen Speichertyps GDDR5 klassischen GDDR3-Speicher verbaut und somit die Performance künstlich nach unten setzt.

Lange Zeit ging man davon aus, dass AMD auf die HD 4770 ein Modell mit GDDR3- statt GDDR5-Speicher folgen lassen würde, das als HD 4750 firmiert. Aufgrund der miserablen Yield-Rate des neuen Fertigungsprozesses musste AMD diese Pläne aber schnell wieder begraben und mit HD 4730 und HD 4790 dem potentiellen Hardware-Käufer aufgewärmte Restposten vorsetzen.

Die neue MSI-Karte greift quasi AMDs ursprünglichen Plan auf, nutzt dabei aber den nicht den vorgesehenen Produktnamen, sondern schmückt sich mit HD 4770, wobei die D3 bei näherer Betrachtung dann den Unterschied ausmachen.
Inwiefern die 40 Nanometer-Karte durch den günstigeren und langsameren Speicher gehandicapt sein wird, lässt sich noch nicht einmal sicher feststellen und dies gleich aus zwei Gründen. Zum einen liegen noch nicht die Frequenzen des GDDR3-Speichers vor, die sich aber schätzungsweise bei 800 bis 1000 MHz ansiedeln sollten, und zum anderen weiß man noch nicht, wie bandbreitenabhängig der RV740-Chip ist.

Hierzulande kann man die MSI R4770-MD512/D3 logischerweise noch nicht erblicken und auch von offizieller Seite gibt es noch keine Preisempfehlung, so dass die Reputation dieses Produkts vorab schwer einzuschätzen ist. Steuert sie allerdings in Richtung 60 Euro und ist dabei noch akzeptabel verfügbar, könnte aus der ehemals geplanten HD 4750 ein interessantes Stück Grafikhardware werden, dem zumindest auf dem Papier ein wunderbarer Übergang zwischen HD 4670 und HD 4770 gelingt.


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