Intels Quad-Cores (Desktop) weiter eine Nische?

IntelWie die Gerüchteseite Fudzilla berichtet, fristen Intel Quad-Core-Prozessoren im Desktop-Segment trotz 30 monatiger Präsenz immer noch weitesgehend ein Nischendasein. So soll weniger als jeder zehnte, ausgelieferte Intel-Desktop-Prozessor ein Vierkerner sein.
Bis Ende dieses Jahres möchte man den Anteil verdoppeln: Dann soll jeder Fünfte vier Rechenkerne besitzen.

Wie Fudzilla weiter ausführt, beträgt das Verhältnis zwischen ausgelieferten Core 2 Quad- und Core i7-Prozessoren zurzeit 10:1.
Die bis Ende des Jahres prognostizierte Verdopplung der Anteile gibt man an, in erster Linie mit den Mainstream-Nehalem-Prozessoren erreichen zu wollen, die unter dem Codenamen Lynnfield entwickelt wurden. Zur Präsentation im dritten Quartal soll er bereits zwei Prozent aller verkauften Intel-Desktop-Prozessoren ausmachen, im vierten Quartal gar zehn Prozent.

  • Q2/2009: 9%
  • Q3/2009: 12%
  • Q4/2009: 20%


Ursächlich für die eher schwache Akzeptanz der Vierkerner ist, dass das Preis/Leistungsverhältnis bei den Zweikernern oft deutlich besser ausfällt. Daran ist allerdings nicht nur der Hersteller selbst schuld, der den Preis festlegt, sondern auch die Industrie. Denn Anwendungen, die mehr als zwei Threads nutzen, sind immer noch rar gesäht, wenngleich wir nicht verkennen wollen, dass es mit jedem Tag besser als schlechter wird.

Aus der Newsmeldung geht leider nicht hervor, wie hoch der Anteil ausgelieferter Intel-Prozessoren mit vier Kernen im Serversegment ist. Hier sind vier Kerne aufgrund der Softwareumgebung deutlich sinnvoller.
Sogar das Mobilsegment hält inzwischen erste Quad-Core-Prozessoren bereit.


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11 Kommentare

11.) Phenocore 21.05.2009 - 00:08 Uhr
(th):
Es geht mehr in die Richtung wie bei Grafikkarten mit Parallelisieren. Es ist ja nciht so das ein Befehl ein Riesending ist. Meist sind es ganz kleine math. Berechnungen. Und die teilt man einfach je nach Menge der Kerne auf. Definitiv die Zukunft.


Das Problem ist ja nicht, dass die Befehle ein Riesending sind, sondern, dass die Rechenoperationen oft von einander abhängen, also auch eine Zeitliche abfolge haben, so dass du erst A machen musst, bevor du B rechnen kannst und erst dann folgt C...(Wenn der vierte Kern auf die Lösung des ersten Kerns warten muss, kannst du auch gleich alles auf dem ersten Kern machen) Genau das ist ja bei Grafik eben nicht der Fall. Der Grüne Punkt in der rechten Ecke ist unabhängig vom weißen Punkt in der linken Ecke, also können beide _gleichzeitig_ gerendert werden.
Wobei es natürlich schon stimmt, dass es auch bei Desktopprogrammen noch einiges parallelisierbar ist, aber es eben nicht so trivial wie bei Grafik ist und auch nicht in dem Umfang machbar.
10.) (th) 20.05.2009 - 23:20 Uhr
Phenocore,
zum Kaffeebeispiel: Im Prinzip richtig, wenn auf Multicore optimiert ist es bisher noch teilweise so, dass der eine Kern die Geometrie und der Andere die Partikel/Physik berechnet, aber diese Technik ist seit PS3 und Xbox360 und Quads schon so langsam auf dem Absteigendem Ast. Es geht mehr in die Richtung wie bei Grafikkarten mit Parallelisieren. Es ist ja nciht so das ein Befehl ein Riesending ist. Meist sind es ganz kleine math. Berechnungen. Und die teilt man einfach je nach Menge der Kerne auf. Definitiv die Zukunft.
Momentan sind die Entwickler aber noch nicht soweit. Und da die grosse Mehrheit der Kunden nicht mehr als 2 Kerne besitzt (oft sogar noch immer 1), warum sollte da viel investiert werden?
9.) Duplex 20.05.2009 - 11:26 Uhr
ne ich habe 9800GTX+ SLI und er hat GTX260

naja jetzt wo du es sagst ist es doch recht einleuchtend^^
8.) Phenocore 19.05.2009 - 23:19 Uhr
Quacore ist ingsesamt nicht sparsamer als ein Dualcore, sondern genau umgekehrt, da brauchen wir auch nicht irgendwelche Szenarien, die 2 sekunden lang auftreten künstlich zu konstruhieren.

Mich stört es auch nicht, wenn sich Leute ein Quad kaufen, sollen die Menschen doch machen was sie wollen... Was mich stört sind so komische Leute, die behaupten, dass effiziente Hardware nur was für dumme wäre! Bei so was denke ich mir immer erst: WTF?

Und die CPU-Auslastung sagt nicht viel über die Geschwindigkeit. Es gibt Benchmarks und an die sollte man sich auch halten....

Wenn FSB bei einem Quad wegen des geteilten caches limmitiert und die Kerne nicht komplett ausgelastet werden, so heißt es nicht, dass der Quad schneller ist....

Außerdem weiß ich gar nicht was dein Kumpel als GPU hat... vielleicht limmietier tja bei ihm die GPU...
So komische Vergleiche mit mehr als zweifelhaften Indikatoren für die Leistung auf komplett unterschiedlicher Hardware brauchen wir hier nun wirklich nicht.
7.) Duplex 19.05.2009 - 23:08 Uhr
dennoch ist ein quadcore bei 20% sparsammer wie ein Dualcore bei 80-90% ;-)
und was ist daran so schlimm ein Quad zu kaufen , stört es dich wen sich die kerne 3 und 4 langweilen ? , ich weis nicht wie es bei euch ist aber bei mir limitiert bei Mass Effekt de cpu und zwar sind beide kerne auf 100% , wären mein kumpel sein quad alle 4kerne ~60% arbeiten
6.) Phenocore 19.05.2009 - 22:21 Uhr
Weiser:
Also zum einen sind die 65nm-Quadcores sehr attraktiv (Q(6600)/6700), da sie bis auf ein etwas niedrigeres FSB (266 statt 333) kaum Nachteile bieten, sogar diesselbe TDP wie 45er. Beim OC sogar eher Vorteile (niedrigeres FSB, höherer Multiplikator). Außerdem haben die Q6X00er 8MB Cache, gegen die Q9X00er mit nur 6 MB Cache (nicht gegen die Q9X50er mit 12 MB). Ich kann daher nur jedem empfehlen, der sich einen Desktopprozi für 140-180€ kaufen will, den Q6700 (140€) und nicht den Q9400 (180€) zu nehmen,....


Dann schau mal hier auf HWI auf die Quad-core-Charts. Der Q9400 ist nicht aus jux deutlich (da passt noch der X4 920 rein) über dem Q(X)6700 platziert. Der Unterschied ist eben nicht nur der FSB, sondern auch die gesteigerte IPC bei den 45nm parts. Da hilft auch der größere Cache nicht, insbesondere weil auch nur zwei Kerne sich den Cache teilen, die anderen Zwei müssen über FSB kommunizieren... und der Q9400 verbraucht trotz gleicher TDP auch weniger.... und der höhere Multiplikator bringt eh kaum Vorteile, für alle die keine Wasserkühlung haben. Der Q9400 lässt sich bei Luftkühlung _mindestens_ genau so weit takten.

Weiser:
Wenn Intel nach den 65ern die 45er nicht im Preis senkt, käuft eh jeder nur noch AMDs Phenom II Triple- oder Quadcores, und mit Recht.

Ich hab nichts dagegen, wenn Leute AMD-Quads kaufen. Intel verkauft dafür deutlich mehr Dual-Cores.

Weiser:
Noch sind starke Dualcores besser als mäßig getaktete Quads in Spielen, was sich aufgrund der steigenden Zahl der Konsolenportierungen (Konsolen->Mehrkener!) auf den PC ändern wird......

Komm, den ganzen riesen Abschnitt hättest du dir sparen können, das wird auch schon öfters in allen anderen Foren geschrieben und da wird auch immer von denen, die sich mit Software auskennen das gleiche als Antwort geschrieben. Die Quadcoreoptimierung ist nicht so leicht wie sich manche denken und das, was man für Quads ioptimieren kann, holt der Dual-Core durch mehr Takt wieder raus. Das was gut "Multithreadbar" ist, wurde auch schon in Software umgesetzt, encoden, decoden, kompriemieren und solche Spielchen. Alles andere dümpelt auch weiterhin vor sich hin im Schneckentempo und eh man sich versieht, will man sich einen neuen PC kaufen und stellt fest, dass man bis zu diesem Zeitpunkt auch mit dem Dual-Core gut gefahren hätte...

Multithreading Problem im Altag:
Kaffe zubereiten:
Zwei Leute:
Einer macht den Filter rein, der andere macht den Pulver rein und drückt den onknopf.
Vier Leute:
Einer macht den Filter rein, der andere macht den Pulver rein und drückt den Onknopf. Dritter und vierter langweilen sich... => Die Aufgabe ist schlicht und einfach nicht weiter parallelisierbar.
5.) Weiser 19.05.2009 - 21:57 Uhr
Also zum einen sind die 65nm-Quadcores sehr attraktiv (Q(6600)/6700), da sie bis auf ein etwas niedrigeres FSB (266 statt 333) kaum Nachteile bieten, sogar diesselbe TDP wie 45er. Beim OC sogar eher Vorteile (niedrigeres FSB, höherer Multiplikator). Außerdem haben die Q6X00er 8MB Cache, gegen die Q9X00er mit nur 6 MB Cache (nicht gegen die Q9X50er mit 12 MB). Ich kann daher nur jedem empfehlen, der sich einen Desktopprozi für 140-180€ kaufen will, den Q6700 (140€) und nicht den Q9400 (180€) zu nehmen, wobei die 65er sowieso am Auslaufen sind, der Q6600 ist jetzt schon unattraktiv mit 160€. Wenn Intel nach den 65ern die 45er nicht im Preis senkt, käuft eh jeder nur noch AMDs Phenom II Triple- oder Quadcores, und mit Recht.
Noch sind starke Dualcores besser als mäßig getaktete Quads in Spielen, was sich aufgrund der steigenden Zahl der Konsolenportierungen (Konsolen->Mehrkener!) auf den PC ändern wird. Außerdem wird bei neueren CPU-Generationen nicht mehr großartig die pro Takt-Leistung verbessert, sodass Spieleentwickler, die mehr CPU-Leistung für ihr Spiel brauchen, auf mehr Kerne hinprogrammieren müssen. In ein, zwei Jahren werden immer mehr Spiele auf 4 Kerne sehr sehr gut ansprechen. Dass Spieleentwickler allerdings den Weg gehen, die Spiele für zweikernige CPUs unspielbar zu machen, ist eher unwahrscheinlich, da, wie man ja an den Zahlen in der News sieht, jetzt noch sehr viele Dualcores neu gekauft werden. Die sind in eine bis zwei Jahren wohl kaum in Quadcores "umgekauft".
Trotzdem: die Leistung eines auf um die 2,4 GHz taktenden Quadcores recht jetzt noch für die meisten dualthreaded Anwendungen aus, und in 1-2 Jahren werden sich die vier Kerne dann in ihrer Gesamtheit auszahlen. Wer sich also auf einen der ersten erschienenen C2Q in 65nm von Intel gestürzt hat, als diese noch neu und die ersten Desktop-Quads überhaupt waren, der hat alles richtig gemacht und wird an seinem Prozi, wenn er ihn nicht durch böses OC übermäßig strapaziert, noch lange Freude haben.
Wer sich momentan aber einen Desktopprozi kauft sollte aus oben genannten Gründen tatsächlich den Quad nehmen. (siehe Windows 7, DX11,...) Auch das Preis (Leistungsverhältnis ist mittlerweile ausreichen gut! (wie erwähnt zumindest bei AMD!) Multimedia-PCs werden sich in mittelfristiger Zukunft auch über Quads freuen, denn auch hier werden die Programme optimiert. Beim wirklich reinen Office-PC ist der (ja auch doch noch sparsamere) Dualcore zu bevorzugen.

Im Notebook sieht die Geschichte wieder anders aus... (wer hier mehr wissen will, dem schreib ich gern noch mehr! ;) )
4.) Phenocore 19.05.2009 - 20:53 Uhr
@Duplex
Es ist sehr dumm Menschen als dumm zu bezeichnen, die effiziente Hardware kaufen und das zu einem guten Preis.

Was kommt den als nächstes?
-Hey, du bist dumm, da gibt es einen uralten Buss (vergleichbar mit 65nm Quads) für fast so genau so viel Geld wie dein neues sparsames PKW. Dein PKW fährt zwar schneller, aber in den Bus kann man mehr Leute reinsetzen.
-Ist ja schön für den Bus, aber ich fahre immer allein oder max zu viert. ICH BRAUCH KEINEN BUS......
3.) Paweł 19.05.2009 - 19:58 Uhr
Warum ist das dumm ? Wozu sollte man in einen Office oder Multimedia Rechner einen teuren Quad verbauen ? Selbst in Gamer Rechnern ist es im Moment noch kein muss, es sei denn, man möchte GTA 4 zocken. Ich glaube 99,9% aller Spiele profitieren von 2 Kernen.
2.) QRT 19.05.2009 - 19:49 Uhr
Naja, ich eumel hier noch mit einem alten E6300(1,86ghz), der 2006 gekauft wurde, und dank OC-freudiger Architektur, bis heute bei 3ghz werkelt.

Also ich wüsste jetzt nicht, wofür ich mir einen Quad zulegen sollte, wenn die Mehrkernoptimierung so schleichend voran schreitet.
Es wird erst gekauft, wenn es benötigt wird. :)
1.) Duplex 19.05.2009 - 19:40 Uhr
Völlig unverständlich meiner meinung nach , wen schon eine neue CPU dann ein Quadcore alles andere ist in meinen augen dumm , die Quads in 65nm kosten soviel wie die neuen 45nm Duals und die paar FPS was die höhergetakteten Duals in spiele bringen sind auch nur vorrübergehend