Intel preist neue Architektur an

IntelAuf dem Developer Forum Spring 2006 geht es momentan heiß her. Nachdem Intel gestern einen Sprung in die futuristische Zukunft wagte und verlauten ließ, dass man im nächsten Jahrzehnt eventuell schon mit 100 CPU Recheneinheiten pro CPU aufwarten könnte, schweifte man heute einen Blick in die doch etwas naheliegendere Zukunft; die neue Architektur, auf die man große Stücke setzt. Bisher schwieg sich Intel noch über einen Namen der neuen Architektur aus, doch jetzt wurde das bis dahin gut gelüftete Geheimniss aufgedeckt: Core. Intel verpasst der neuen Architektur einfach den schlichten Namen "Core", den man jedoch eigentlich auch selbst hätte erahnen können, da die neuen Modelle anstatt des Pentium fortan ja auch Core Solo bzw. Duo heißen. Was die Performance der neuen Generation angeht, so haben wir einfach mal eine paar Punkte, die man der Intel Präsentation entnehmen konnte, aufgelistet.

  • Reduzierung der Pipeline von 31 auf 14 Stages
  • 4-fach Skalar statt bisher 3-fach
  • Neue Stromsparfeatures
  • 128-Bit SSE-, SSE2-, SSE3-Befehle werden mit einem Taktzyklus ausgeführt


Besonders die Reduzierung der Pipeline von 31 auf 14 Stages dürfte sich positiv auf die Gesamtleistung auswirken. Doch auch die Möglichkeit 128-Bit SSE-, SSE2- sowie SSE3 Befehle mit nur einem Taktzyklus abzuarbeiten, verspricht einen Performance-Boost. Wie Intel Chief Technology Officer Rattner begeisternd mitteilte, wird der Conroe 40 Prozent schneller sein als ein derzeitiges Topmodell der Intel Riege, nämlich der Pentium D 950, dafür dann aber auch noch 40 Prozent weniger Strom verbrauchen. Rattner demonstrierte indes in einer Live-Demo von Office 12, dass der Conroe verglichen mit jenem Pentium D 950 mehr als doppelt so schnell arbeiten kann. Hier stehen 11,4 Sekunden gegenüber 28,7.

Des Weiteren preiste er die kommenden Server-CPUs auf Basis des Woodcrest an. Jene sollen 80 Prozent mehr Performance gegenüber einem Intel Xeon Dual-Core mit 2,8 GHz (Codename Paxville DP) bieten, sind dann aber trotzdem noch 35 % sparsamer beim Energieverlust. Der Yonah Nachfolger Merom bekommt zwar nicht eine ganz so große Performance-Spritze wie Conroe und Woodcrest, soll jedoch bei gleichbleibendem Stromverbrauch immerhin noch 20 Prozent schneller sein als jener Yonah. Im übrigen sagte man, dass wahrscheinlich im dritten Quartal 2006 die Auslieferung der neuen CPUs beginnt. Wir würden uns sehr freuen, wenn Intel die genannten Performancesprünge tatsächlich in die Tat umsetzen kann, so würde AMD seit langem mal wieder in arge Bedrängnis gelangen.


Kommentar schreiben

  • Loggen Sie sich oben mit ihren Benutzerdaten ein, um Kommentare zu verfassen.
  • Falls Sie noch kein Mitglied sind, können Sie sich in unserem Forum registrieren.

0 Kommentare