Windows 7 kommt mit Windows XP-Modus

MicrosoftWie der SuperSite-Blog informiert, wird Windows 7 einen Windows XP-Modus beinhalten, der die Abwärtskompatiblität sicherstellt - bislang stets eine Achillesferse eines neuen Betriebssystems. Möglich machen soll dies Virtualisierung. Besitzer eines Prozessors mit AMD-V beziehungsweise Intel VT können sich glücklich schätzen, das in der Regel im Desktop-Segment eher weniger verwendete Feature wird hier zur Pflicht.

Obwohl Windows 7 größtenteils nur ein an entschiedenen Ecken und Kanten verbessertes Windows Vista ist und damit auch mit Blick auf die Kompatiblität keine allzu großen Stolpersteine lauern - die Wechsel von Windows 95/98 auf XP oder von XP auf Vista waren deutlich problematischer -, wird man erstmals XP-Kompatiblität mit der Virtualisierungssoftware Virtual PC sicherstellen. Diese frei erwerbbare Software hatte sich Microsoft vor einiger Zeit gekauft und ist unter Windows 7 bereits standardmäßig als Virtual PC 7 installiert. Zusammen mit der so genannten Windows XP-Version VHD ist die einfache Integrierung gemeistert.

Windows 7 im XP-Virtual-Modus

Man wird unter der Windows 7-Oberfläche ganz normal eine Windows XP-Applikation wie eine Windows 7-Applikation vom Desktop oder Startmenü starten können. Erst wenn sich das Programm dann in der Taskleiste festgesetzt hat, wird man am Rand des Fensters erkennen, dass es sich hierbei um eine klassische Windows XP-Anwendung handelt.
Der Windows XP-Modus lässt sich nicht nur für ältere, inzwischen inkompatible Programme öffnen, auch können beispielsweise ältere Treiber - beispielsweise USB, Sound etc. - genutzt werden. Spiele bleiben allerdings vermutlich außen vor, weil die Software keine DirectX- und OpenGL-Beschleunigung beherrscht. Allenfalls kann man seine CPU damit knechten, 3D-Spiele auf den Bilderschirm zu zaubern.

Um den Windows XP-Modus in Windows 7 nutzen zu können, muss zunächst, wie eingangs erwähnt, sichergestellt werden, dass der Hauptprozessor über eine Virtualisierungstechnologie verfügt. Darüber hinaus ist eine Windows XP-Lizenz erforderlich, die aber schon der Professional-, Enterprise- und Ultimate-Edition Windows 7s beiliegen soll. Die genannte VHD-Version XPs lässt sich genauso frei herunterladen wie Virtual PC, wenn nicht schon bereits vorab installiert.


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5 Kommentare

5.) goldjunge 28.04.2009 - 12:20 Uhr
endlich bekommt virtual pc die usb unterstützung. bisher musste man immer auf vmware zurückgreifen wenn man usb gebraucht hat
4.) Duplex 28.04.2009 - 11:28 Uhr
ich finds schade das man die reinen XP programme nicht emuliert wie in etwa WoW-64 bei vista , sowas wäre doch viel besser , ich selber habe ja keine XP lizenz und werd mir auch keine besorgen

dennoch es gibt ne handvoll programme die nicht laufen , und die benötige ich meist eh nicht
3.) touly 27.04.2009 - 23:57 Uhr
also die meisten programme sind ja bereits für vista da also wird man wohl eher selten dieses nette feature nutzen dennoch ist es da und als käufer hat man ncihts mher zu befürchten bei einem umstieg
2.) (th) 27.04.2009 - 22:33 Uhr
Ich glaube kaum dass das irgendwas mit einer Lizenz zu tun hat. Man wird ja nicht XP direkt als eigenes System ausfuehren, sondern nur die Modi/Konfig von XP per Virtualisierung
Hmm iwie erinnert mich dass jetzt an den Kompatibilitaetsmodus in meinem IE8... gibts keinen anderen, weniger primitiven, Weg?
1.) PCuser90 27.04.2009 - 20:13 Uhr
Das sind ja mal tolle Neuigkeiten! - Oder hab ich was übersehen und ist heute 1. April?!

Naja, das gute alte XP auf dem funkelniegelnagelneuen Windows 7. Ich frage mich, ob MS entweder die Vista-Kompatibilitätsprobleme selbst nicht lösen konnte oder wollte und deshalb einfach mit einer virtuellen Maschine zu beseitigen sucht oder ob sich dahinter ein zusätzlicher Verkaufsanreiz für enttäuschte Vista- und zufriedene XP-Nutzer verbirgt?
Auf jeden Fall wird mir jetzt klar, warum Intel IVT bei so vielen Mittelklasse-CPUs nachrüsten will - da wusste wohl jemand schon etwas länger Bescheid... Und wir haben gerätselt, was dieser "Quantensprung" letztendlich bringen soll!

Ich hoffe nur, dass die ganze Geschichte das OS nicht unnötig ausbremst - oder besteht diese Gefahr aufgrund der hardwareseitigen Unterstützung durch IVT und AMD-V nicht?
Dass Spiele nicht davon profitieren sollen, ist natürlich schade...

Ich frage mich gerade, wie dieses VHD-XP wohl aussehen wird - ob das wohl den Funktionsumfang einer Home oder einer Professional oder gar etwa nur einer Starter Edition haben wird. Vermutlich wird es aber nicht selbstständig lauffähig sein...
Bei Windows 7 soll eine XP-Lizenz integriert sein: Rein hypothetisch gesehen dürfte man damit also, wenn man Windows 7 kauft, einen PC mit Windows 7 laufen lassen ohne das virtuelle XP zu installieren bzw. zu nutzen und dann auf einem zweiten Rechner XP installieren - oder gilt diese XP-Lizenz nur für Windows 7!? Im Umkehrschluss könnte ja Windows 7 etwas billiger werden, falls man noch eine XP-Lizenz besitzt, was natürlich sehr reizvoll wäre! ;-D