Controller für schnelle und langlebige SSDs

FestplatteEin kleines, US-amerikanisches Startup-Unternehmen, SandForce, kündigt sein erstes Produkt an: Bei der Neuentwicklung handelt es sich um einen Controller für SSDs namens SF-1000. Wie auch Intels SSD-Controller verspricht der SF-1000 hohe Schreibleistung und sorgt laut SandForce gleichzeitig für hohe Lebensdauer, so dass auch MLC-SSDs im Unternehmensumfeld eingesetzt werden könnten.

Der neue Controller eignet sich sowohl für SLC- als auch für MLC-SSDs. Durch „DuraWrite“ werden die Programmzyklen optimiert, so dass der Flash-Speicher bis zu 80-mal mehr Schreibvorgänge aushalten kann. Flash-Fehler-Korrektur (EEC) und „RAISE“ (Redundant Array of Intependet Silicon Elements) sorgen für deutlich verbesserte Betriebssicherheit. Mit „RAISE“ wird SSD-intern ein RAID-ähnlicher Schutz vor Ausfall einzelner Flash-Blocks gewährleistet. Mit Wear Leveling und Monitoring, dass den Wear Leveling-Algorithmus optimiert, wird die Flash-Ausdauer weiter gesteigert. Hinzu kommt noch „AdvancedRead/Program Disturb Management“, das für Schutz gegen das Umprogrammieren der Zellen beim Lesen und beim unerwartetem Stromausfall sorgen soll.

Die SF-1000-Familie kann bis zu 512 GiB Nand-Flash verwalten. Als Schnittstelle wird das aktuelle SATA 3.0 Gbit/s verwendet. Dabei soll der SF-1500 laut SandForce in Verbindung mit SLC-Flash ca. 30.000 IOPS (random 4K Lese- oder Schreibvorgänge) und eine Transfergeschwindigkeit von 250 MB/s beim sequentiellen Lesen oder Schreiben mit 128 KiB großen Datenpaketen erreichen. Die Latenz liegt dabei bei 100 Mikrosekunden. Die typische Leistungsaufnahme soll bei 625 mW liegen.
Der SF-1200 für den mobilen Markt soll eine typische Leistungsaufnahme von 550 mW haben. SandForce gibt für den SF-1200 in Verbindung mit MLC-Flash eine Transfergeschwindigkeit von 250 MB/s beim Lesen und 200 MB/s beim Schreiben von 128 KiB großen Datenpaketen an. Bei zufälligen Schreib- und Lesevorgängen mit 4 KiB großen Datenpaketen soll SF-1200 „nur“ 5.000 IOPS erreichen, was aber immer noch deutlich über den erreichbaren Werten einer konventionellen HDD liegt.

Prototypen will SandForce bereits zum Ende dieses Quartals ausliefern; später sollen dann SF-1000 evaluierte SSDs und Referenzdesigns für 2,5 Zoll-Laufwerke folgen. Noch in diesem Jahr können SSDs mit dem neuen SF-1000 von verschiedenen Herstellern ausgeliefert werden, sofern SandForce die SSD-Hersteller mit dem neuen Controller überzeugen kann.


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