Low-Voltage-CPUs durchbrechen 2 GHz-Marke

IntelBei der Vorstellung des neuen High-K-Metal-Gate-Fertigungsprozesses war Intel stolz und zeigte auch, dass man mit der Anpassung der Dicke des High-K, die Prozessoren auf hohe Taktraten oder auf hohe Sparsamkeit trimmen kann. Inzwischen hat man den Fertigungsprozess voll im Griff und will im Sommer die 3 GHz-Marke mit den 35 Watt-Prozessoren knacken. Mit den 25 Watt-Prozessoren hat man es inzwischen über 2,6 GHz gebracht, nun folgen auch die Takterhöhungen bei den Low-Voltage- und Ultra-Low-Voltage-CPUs.

Wie einige Gerüchte es bereits im Voraus sagten, wird die 17 Watt-Low-Voltage-Klasse mit dem SL9600 auf 2,13 GHz beschleunigt. Die 10 Watt-Ultra-Low-Voltage-Klasse bekommt mit dem SU9600 mit 1,6 GHz ebenfalls ein Taktupdate sowie auch die Small-Package-Version der 25 Watt-Klasse mit dem SP9600 mit 2,53 GHz. Mit dem 1,4 GHz schnellen SU3500 präsentiert Intel zudem einen Single-Core mit einer TDP von lediglich 5,5 Watt.

  • Core 2 Duo SP9600: 2,53 GHz, 6 MiB L2-Cache, FSB1066, 25 W TDP, $316
  • Core 2 Duo SL9600: 2,13 GHz, 6 MiB L2-Cache, FSB1066, 17 W TDP, $316
  • Core 2 Duo SU9600: 1,60 GHz, 3 MiB L2-Cache, FSB800, 10 W TDP, $289
  • Core 2 Solo SU3500: 1,40 GHz, 3 MiB L2-Cache, FSB800, 5,5 W TDP, $262


Schaut man sich das gesamte Intel-Portfolio an, fällt einem sofort ins Auge, dass es von den Prozessoren mit 3 MiB L2-Cache zwar sowohl 25 Watt-Versionen als auch 10 Watt-Versionen gibt, aber eine 17 Watt-Version fehlt. Hier scheint Intel in Ermangelung der Konkurrenz, die Einstiegspreise für Low-Voltage-CPUs künstlich hoch zu halten, indem nur 6 MiB-Versionen mit einer TDP von 17 Watt angeboten werden. Dabei wäre eine 2 GHz-Variante mit 3 MiB L2-Cache, also so etwas wie ein SL8600 für unter 250 US-Dollar, sicherlich für viele interessant, denn viele haben ein gewisses Preislimit, das ein Laptop nicht überschreiten darf. So aber führen mit den hohen Einstiegspreisen in die Low-Voltage-Klasse solche Notebooks auch weiterhin ein Nischendasein.

Im unteren Leistungsbereich hat Intel unter anderem mit den VIA-Prozessoren allerdings Konkurrenz bekommen und führte daher damals den Atom-Prozessor ein. Seitdem hat man in Intels Portfolio für ULV-Prozessoren eine große Leistungs- und Preislücke zwischen den schwachen Atom-Prozessoren und den teuren ULV-Core-2-Duo-Modellen. Gerüchten zufolge will Intel diese Lücke aber mit „Consumer Ultra Low Volltage“ („CULV“)-Prozessoren im Sommer dieses Jahres etwas verkleinern. Man darf also weiterhin gespannt bleiben.


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4 Kommentare

4.) Phenocore 31.03.2009 - 19:22 Uhr
@ Duplex

Der Unterschied ist der, dass dein E6400 mit 1,024V keine TDP von 17W hat im Gegesatz zum SL9600.

Und wie oben in der Einleitung bereits angedeutet gibt es auch schon 2,66 GHz Modelle mit einer TDP von 25W, das 2,53 GHz Modell ist zudem Small-Package.

P9600: 2,66 GHz "Normal Package" $348
SP9600: 2,53 Ghz "Small Package $316
3.) f1delity 31.03.2009 - 15:11 Uhr
Quote:
Core 2 Duo SP9600: 2,53 GHz, 6 MiB L2-Cache, FSB1066, 25 W TDP, $316

Doch ein wenig teuer find ich, aber von TDP und Takt sollte der für so ziemlich alles am Notebook reichen.

In einem Notebook hochzutakten halte ich aufgrund der doch eher mageren Kühlung und Akkuleistung nicht für sinnvoll, höchstens mal zum testen, was man denn rausholen könnte.
2.) Luk Luk 31.03.2009 - 13:22 Uhr
Wenn sie das Fertigungsverfahren nicht empfindlicher gegenüber Spannungserhöhung macht, geb ich dir Recht.

Low Voltage klingt gut, endlich eine Alternative!
1.) Duplex 31.03.2009 - 12:26 Uhr
meine 3jahre alte E6400 läuft @ Stock mit 1,024V , weshalb es so lange gedauert hat bis die ULV cpus so schnell laufen ...


aber gut zu hören 2,53ghz @25W TDP , ist doch recht fein das sind bestimmt OC monster