Asrock wirbt um Phenom-Freischaltung

AMD In den vergangenen Wochen wurde festgestellt, dass sich bei dem ein oder anderen AMD Phenom II-Prozessor zum einen ein weiterer Kern freischalten lässt, nämlich von drei auf vier, und zum anderen der L3-Cache von 4 auf 6 MiB erweitert werden kann.
Ersteres ist dabei konkret mit den Prozessoren Phenom II X3 710 und 720 möglich, letzteres mit den Prozessoren Phenom II X4 805 und 810, wobei der Phenom II X4 805 nicht im Retail-Markt anzutreffen ist.

Im Gespräch teilte uns AMD mit, dass es sich bei beiden Vorfällen um keine Ausnahmen handle - zunächst vermutete man eine fehlerhafte Charge -, man aber nicht unbedingt stolz deswegen sei und man daher das Ganze eher unter den Tisch kehren wolle, anstatt es als Marketinginstrument an die große Glocke zu hängen. Dies hat auch relativ gut funktioniert, schwieg sich die Presse doch in den letzten drei Wochen vollkommen über das Thema aus.

Neuen Zündstoff liefert nun ausgerechnet ein eigener Boardpartner, der diese peinlichen Vorfälle offenbar dazu nutzen möchte, den Verkauf seiner Platinen anzukurbeln. Asrock, so der Name des Boardpartners, wirbt inzwischen auf der Videoplattform Youtube offen zum Freischalten der Kerne und des L3-Caches. Dabei gibt es zum einen keine hundertprozentige Garantie, dass die Freischaltung glückt und zum anderen erlischt sofort die Garantie.

Selbstverständlich ist das Freischalten beider Phänomene auch auf anderen (Nicht-Asrock) Sockel AM3-Platinen möglich. Zur Kernfreischaltung wird im Speziellen die Bios-Option ACC benötigt.


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