AMD-Fabs heißen jetzt Globalfoundries

AMDAm 7. Oktober 2008 verkündete AMD, die eigenen Fertigungsstätten auszulagern. The Foundry Company nannte man fortan die neue Firma, bei der AMD nur noch 44 Prozent besaß. Die 56 Prozent hatte sich das arabische Unternehmen ATIC für eine Millarden-Summe an AMD einverleibt.
Nachdem AMD weitere Anteile verkaufte und kürzlich der Coup von den AMD-Aktionären bestätigt wurde, stand einer bald startenden Zusammenarbeit nichts mehr im Wege.

Seit Anfang dieser Woche ist es soweit: AMD hat seine Fertigungsstätten abgetragen. Man hält jetzt 34 Prozent von Globalfoundries, so der offizielle, neue Name der Firma, besitzt allerdings 50 Prozent Stimmrecht.
Wie es sich für eine offiziell Ankündigung gehört, hat man auch erste Pläne offengelegt. So will Globalfoundries innerhalb weniger Jahre zum größten Auftragsfertiger der Welt aufsteigen und ähnlich wie TSMC herstellerübergreifend Chips fertigen lassen.

Der erste Schritt Globalfoundries soll allerdings die Umstellung der Produktion der Fab 38 in Dresden von SOI- auf Bulk-Silicon-Technik sein, womit ab Ende 2009 auch Grafikchips und Chipsätze aus Sachsens Hauptstadt gefertigt werden können. Damit einhergehend sollen auch die Fertigungsstätten umbenannt werden. Dresden soll zu Fab 1 umbenannt werden, wobei Fab 36 dann Modul 1 darstellen soll und Fab 30/38 Modul 2. Die zurzeit als Fab 4x in New York titulierte Fertigungsstätte soll logischerweise dann schlichtweg Fab 2 heißen. Sie wird zurzeit für 4,6 Millarden US-Dollar erbaut und soll nach derzeitigen Planungen 2011/2012 1.400 Arbeitskräfte beschäftigen.

Die heutige Fab 30/38 soll wie erwähnt alsbald auf Bulk-Silicon-Technik umgestellt werden, um dann noch in diesem Jahr erste 32 Nanometer-Chips auszuliefern. Die Chancen stehen dabei gut, sie 2010 auf Radeon-Karten begutachten zu können.
Die Fab 36 soll dagegen weiter in SOI-Technik fertigen. Zunächst unverändert in 45 Nanometer, ab Mitte 2010 dann in 32 Nanometer, wobei entsprechende AMD-Prozessoren in 32 Nanometer erst 2011 in den Markt kommen sollen.

Weitere Details lassen sich der in der Quelle verlinkten Pressemitteilung entnehmen.


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1 Kommentar

1.) SunBlack 08.03.2009 - 17:22 Uhr
"The Foundry Company nannte man fortan die neue Firma, bei der AMD nur noch 44 Prozent besaß. Die 66 Prozent hatte sich das arabische Unternehmen ATIC für eine Millarden-Summe an AMD einverleibt."

Wow 110% hatte AMD vorher ;).