Team Fortress 2, kurz TF2, zählt seit Erscheinen vor etwa anderthalb Jahren zur obersten Liga der Egoshooter und hat seitdem zahlreiche Preise eingestrichen. Der Meinungsbarometer metacritics.com bescheinigt dem Spiel eine Note von geradezu utopischen 9,2 Punkten. Zum Vergleich: Ein Left 4 Dead oder Counterstrike aus demselben Hause kommt "nur" auf 8,9 beziehungsweise 8,8 Punkte.
Das Besondere an TF2 und der wesentliche Unterschied zu Spielen wie Battlefield 2 oder Counterstrike ist der Comiclook (s.Foto). Statt Polygonmodelle mit fotorealistischen Texturen zu bekleben, hat Valve das Cellshading perfektioniert und somit einen eigenen Look kreiiert, der mittlerweile auch von anderen Spielen wie etwa Battlefield Heroes mehr schlecht als recht kopiert wird.
Nach Erscheinen des Spiels hat Valve kontinuierlich an Verbesserungen gearbeitet, für drei der insgesamt neun Klassen ein größeres kostenloses Update veröffentlicht und sich damit viel Lob, Anerkennung und Neid in der Spielebranche gesichert.
Nachdem in der Vergangenheit bereits die Charakterklassen Medic, Heavy und Pyro mit neuen Waffen, Items und Achievements bedacht wurden, kommt nun auch der wieselflinke Scout auf seine Kosten: Drei neue Items, die abhängig von den neuen Errungenschaften beziehungsweise Achievements freigeschaltet werden.
Update 1 - "Force a nature" - 10 Achievements
Statt der üblichen Shotgun handelt es sich hierbei um eine doppelläufige, abgesägte Schrotflinte, die den Gegner bei einem Treffer mehrere Meter zurückschleudert und so den Weg zum Flaggenpunkt freimacht. Im Preis enthalten: An den Soldier angelehnte Rocketjumps, die höhere und weitere Sprünge möglich machen. Nachteil: Weniger Schuss und langsamere Nachladezeiten.
Update 2 - "The Sandman" - 15 Achievements
Der Scout verfügt per se über einen Baseballschläger, der im Nahkampf äußerst wirkungsvoll eingesetzt werden kann. Die neue Variante ermöglicht das Schlagen von Bällen, die den Gegner kurzzeitig außer Gefecht setzen. Umso weiter ein Ball fliegt, umso länger hält die Betäubung an.
Interessant: Auch durch den Medic unverwundbar gemachte Gegner kann man kurzerhand ausschalten. Nachteil: Double-Jumps sind nicht mehr möglich.
Update 3 - "Bonk" - 25 Achievements
Der Energy-Drink namens Bonk verleiht dem Spieler Flügel, verlangsamt das Geschehen und ermöglicht es, gegnerischen Geschossen in bester Matrixmanier auszuweichen. Nachteil: Beim Abklingen der Wirkung ist man deutlich langsamer unterwegs.
Um Achievements freizuschalten, muss man beispielsweise 25 Kilometer rennen oder einen gegnerischen Spieler 25 Meter durch die Botanik prügeln. Von leicht bis nahezu unerreichbar ist wie immer alles vertreten.
Zur großen Freude der Spione wurde auch diese Klasse mit einer kleinen aber feinen Änderung versehen. So ist es von nun an möglich, die Waffe, die beim Verkleiden angezeigt wird, selber zu bestimmen. Bis dato waren als Gegner verkleidete Spione leicht daran zu erkennen, dass sie immer die Standardwaffe mit sich herumtrugen. Das ist nun vorbei.
Ein als Engineer getarnter Spion kann von nun also auch mit der Rohrzange oder dem Werkzeugkasten rumlaufen und wird somit nicht sofort erkannt.
Zusätzlich zu den neuen Waffen wurden drei beliebte Communitymaps in das Paket übernommen. Ein Zeichen dafür, dass Valve stets ein Gehör für die Bemühungen der Fans hat.
Die Beste Neuigkeit zum Schluss. Bis einschließlich Freitag wird das Spiel über die Onlineplattform Steam für die Hälfte des üblichen Preises, also sagenhafte 9,99 Euro, erhältlich sein. Wer zugreift, kann praktisch nichts verkehrt machen.
Allen, die das Spiel bereits besitzen, bleibt zu sagen: Ausholen, schlagen, den Aktenkoffer tragen - naja, das üben wir noch.