Intels Atom N280 und GN40 im Februar

IntelNetbooks verkaufen sich momentan wie warme Semmeln. Intel hatte mit der Einführung seines Atom-Prozessors dieses neue Marktsegment geschaffen und ist selbst vom Erfolg seiner Ultra-Low-Cost CPU überrascht. Nun steht eine Weiterentwicklung der CPU und auch der dazugehörigen Plattform an.

Der bisherige Netbookprozessor Atom N270 (Codename: Diamondville) konnte mit einer Taktfrequenz von 1,6 GHz und Hyperthreading-Technologie aufwarten und erreichte dabei eine TDP von nur 2,5 Watt. Der Front Side Bus beträgt dabei 133 MHz (533 MHz, quadpumped). Der neue Atom N280 taktet dagegen mit 1,66 GHz und ist über einen FSB von 166 MHz (667 MHz, quadpumped) angebunden. Bei der Leistung der CPU sind also keine Quantensprünge zu erwarten, obgleich die Erhöhung des FSB einige Prozente mehr Leistung bringen dürfte.

Intel-Atom-Roadmap 2009

Anlass zur Kritik gab bei der bisherigen Plattform vor allem der veraltete Chipsatz 945GSE, der zusammen mit dem I/O-Controller-Hub (ICH7M) auf eine TDP von 9,3 Watt kommt, was wohl hauptsächlich der veralteten Fertigung in 130 nm geschuldet ist. Die integrierte Grafik (Intel GMA950) ist extrem langsam und bietet kaum zeitgemäße Features. Vor allem fehlt aber ein hardwarebeschleunigter HD-Video Decoder.
Dies soll sich nun mit der neuen Plattform GN40, die zusammen mit dem Atom N280 erscheinen wird, ändern. Nicht nur die 3D-Performance soll verbessert werden, was Gelegenheitsspielern sicherlich gefallen dürfte, sondern auch ein hardwarebeschleunigter HD-Video-Decoder soll endlich Einzug halten. Dies dürfte jedoch deutlich auf Kosten der Laufzeit gehen, wie die angegebene TDP von 16,5 Watt vermuten lässt.

Neben Intel selbst hat auch Nvidia mit der Ion-Plattform eine gute Alternative zum alten 945GSE für den Atom-Prozessor in der Entwicklung. Ion soll dank der integrierten Geforce 9400M, HD-Video beschleunigen und zudem eine deutlich bessere 3D-Leistung als die Intel-Referenz bieten. Zudem werden aber noch einige weitere Features, wie zum Beispiel DDR2- und DDR3-Ram bis effektiven 1066 MHz unterstützt, was die Bandbreite enorm erhöht. Allerdings bleibt hier abzuwarten, ob Ion den Sprung von den Nettops zu den Netbooks schafft. Zudem rechnet Nvidia mit einem Aufpreis um 50 bis 100 US-Dollar gegenüber einer Atom-Plattform auf Basis des 945G-Chipsatzes und auch der Stromverbrauch der Nvidia-Lösung ist momentan noch etwas höher als bei Intel.

Für Ende des Jahres steht dann mit Pinetrail-M, bestehend aus einer Pineview-CPU und dem Tigerpoint-Chipsatz, die zweite Atom-Generation in den Startlöchern, bei der Intel verstärkt Bauteile in die CPU integrieren will.


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