AMD kündigt Kurzarbeit in Dresden an

AMDWie AMD heute auf Anfrage der der Deutschen Presse-Agentur verlautbarte, wird man ab Ende Februar für rund 2.700 Beschäftigte, und damit die gesamte Belegschaft, Kurzarbeit einführen. Entsprechende Gerüchte tauchten bereits vergangene Woche auf.

AMD erläuterte weiter, dass dieser Schritt der allgemeinen Wirtschaftsflaute geschuldet sei und kein Zustand von Dauer werden soll. Vorerst soll die Kurzarbeit bis Ende Juli betrieben werden, wobei man sich hier natürlich alle Optionen offenlässt, diese auch noch auszudehnen.
Ferner heißt es, dass die Arbeitszeiten mangels Nachfrage um bis zu 50 Prozent reduziert werden könnten.

Vor weniger als einer Woche veröffentlichte man seine Geschäftszahlen, in denen man einen Verlust von satten 1,4 Millarden US-Dollar ausweisen musste. Es war das insgesamt neunte Quartal in Folge, welches mit Verlust beendet wurde. Hans Deppe, Geschäftsführer von AMD Dresden, ist sich der brikären Lage bewusst:

"Wir tun alles, um in dieser schwierigen Situation mit Augenmaß und Realitätssinn den neuen Herausforderungen am Standort Dresden gerecht zu werden. Wir bereiten uns in Dresden auf ein neues globales Unternehmen mit einem neuen Geschäftsmodell vor. Leider sind wir – wie die gesamte Industrie – von der globalen Wirtschaftskrise betroffen."

Die Auslagerung AMDs in zwei Unternehmen (Technologie, Fertigung) soll noch in diesem Quartal abgeschlossen werden und damit deutlich schneller als gedacht.
AMD hält an der neugegründeten Foundry Company (Fertigung) zwar nur 34 Prozent, besitzt jedoch 50 Prozent Stimmrecht. Die weiteren Anteile gehören dem Unternehmen ATIC aus Abu Dhabi.


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1 Kommentar

1.) Cartman 27.01.2009 - 21:50 Uhr
Hm, die armen Mitarbeiter...aber das Problem hat momentan fast jedes Unternehmen. Siehe DaimlerChrysler Bremen o.ä