Intel droht in Q1/2009 Verlust nach 22 Jahren

IntelAm 16. Januar dieses Jahres legte Intel seine Geschäftszahlen für das letzte Quartal 2008 offen. Mit einem Gewinn- und Umsatzrückgang von 90 und 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal schrieb man die schlechtesten Zahlen seit Jahren.
Anders als bisher gab man im Rahmen der Veröffentlichung der Zahlen auch keine Prognose für das laufende Quartal - das erste Mal in der 34 jährigen Unternehmens-History.

Nicht ohne Grund, wie jetzt die Finanznachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Intel CEO Otellini meldet: Es könnte das erste Verlustquartal Intels nach beinahe 22 Jahren oder auch anders ausgedrückt 87 aufeinanderfolgenden Gewinn-Quartalen werden.
Otellini soll sich im Gespräch jedoch noch nicht festgelegt haben. Mit "too close to call" soll er wörtlich zitiert worden sein, was zu interpretieren ist, dass noch alles offen ist und sich (möglicherweise) zum Guten wendet.

Obwohl Otellini nach außen keine Prognose gab, hat es natürlich intern eine Schätzung gegeben, die inzwischen durchgesickert ist. Demnach rechnet das Unternehmen Intel im laufenden, ersten Quartal 2009 mit lediglich 7 Millarden US-Dollar Umsatz. Dies entspräche 28 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahresquartal.
Um dennoch noch einen Gewinn zu ermöglichen, plant Intel offenbar Einsparungen. In erster Linie ist damit gemeint, dass keine neuen Stellen - oder nur in dringenden Fällen - neu besetzt werden. In zweiter Instanz darf man Gehaltskürzungen erwarten, die nach Otellinis Angaben besser bei den Mitarbeitern ankämen als Entlassungen.

Trotz der Warnung Otellinis sind Analysten weiterhin zuversichtlich, dass Intel das erste Quartal 2009 ohne Verluste abschließt. Man rechnet mit einem mageren Gewinn von weniger als 230 Millionen US-Dollar.
Im letzten Quartal, das den besagten 90 prozentigen Gewinneinbruch herbeiführte, befand sich der Gewinn auf ähnlich schwachem Niveau. Allerdings war hierbei noch zu berücksichtigen, dass Sonderbelastungen in Höhe von rund einer Millarde US-Dollar den Gewinn belasteten.


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