AMD verkauft Handy-Grafiksparte an Qualcomm

AMDKurz vor Veröffentlichung der Zahlen des Fiskaljahres 2008 hat AMD offiziell angekündigt, seine Handy-Grafiksparte an Qualcomn zu übertragen. Diese hatte man im Zuge der ATI-Übernahme vor zwei Jahren mehr oder minder ungewollt erworben.
Bereits vor Monaten hatte man sich mit Qualcomn geeinigt. Inzwischen haben die zuständigen Behörden dem Geschäft stattgegeben.

Die AMD-Handy-Grafiksparte umfasste Spezial-Grafikprozessoren für Handys, Smartphones und andere Mobilgeräte.
Um Eigentümer dieser Sparte zu werden, hat das US-Unternehmen Qualcomm rund 65 Millionen US-Dollar an AMD gezahlt. Im Kampf gegen die weiteren Handy-System-on-Chip-Hersteller Freescale und STMicroelectronics sieht man sich daher nun klar im Vorteil.

Schon seit Jahren nutzt Qualcomn ATI-Imageon-Grafikchips für seine Systems-on-Chip-Produkte, doch konnte man bislang keinen Einfluss in deren Entwicklung nehmen.
Jetzt, so kursieren Gerüchte, hätte man die Mittel, an einem Konkurrenz-Chip des PowerVR zu entwickeln, welcher in eben genannten Marktsektoren Vorschusslorbeeren genießt.

Noch im August letzten Jahres hatte AMD für seinerzeit 193 Millionen US-Dollar die Sparte Digital-TV-Grafikchips, welche ebenfalls durch den Zukauf von ATI dem Unternehmen einverleibt wurde, an Broadcom verkauft. Der heutige Deal spühlt weitere Gelder in die leeren AMD-Kassen.


Kommentar schreiben

  • Loggen Sie sich oben mit ihren Benutzerdaten ein, um Kommentare zu verfassen.
  • Falls Sie noch kein Mitglied sind, können Sie sich in unserem Forum registrieren.

2 Kommentare

2.) VinD 20.01.2009 - 20:17 Uhr
@Bulldozer hab ich was verpasst? AMD hat doch das verschuldete ATI aufgekauft und sich damit nur nochmehr schulden gemacht, jedoch auch einen ausgangspunkt geschaffen um den Berg gemeinsam abzuarbeiten.
1.) Bulldozer 20.01.2009 - 19:35 Uhr
AMD muss sich nur auf CPUs & Grafikkarten einlassen, alles andere führt zu Verlusten usw. wenn ATI ein einzel Unternehmen wäre, dann hätten Sie viel Geld und hätten mehr Kraft für Forschung, Planung, Arbeit usw, der Gewinn von ATI landet bei AMD in der Schuldenkasse, schade, hoffentlich macht AMD in Zukunft das 5 fache umsatz wie derzeit, dann kann es später viel stärker mit Intel aufnehmen und herausfordern