AMD CEO: "Die neue Realität"

AMDUnter der Überschrift "The new reality" hat AMD-CEO Dirk Meyer am 15. Januar eine Rundmail an seine Mitarbeiter verschickt, in der er darlegt, dass zum einen - wie zuletzt schon gerüchteweise angekündigt - neun Prozent der Stellen wegfallen müssen und zum anderen Gehaltskürzungen in allen Teilbereichen auf dem Programm stehen.
Als Ursache wird in erster Linie die weltweite Wirtschaftskreise genannt, die vor keinem Unternehmen zurzeit Halt macht.

"The last few months have been humbling for virtually every company in every industry around the world. Global demand is down dramatically. And uncertainty about both the timing and intensity of a potential recovery has risen. This combination has made our goal of regaining profitability and free cash flow more difficult – and more important - than ever."

Seine Quartalszahlen wird AMD noch diese Woche offenlegen. Kürzlich musste man wie schon Nvidia und Intel eine Umsatzwarnung ausgeben, so dass damit gerechnet werden muss, dass auch das letzte Quartal 2008 nicht verlustfrei abgeschlossen wurde (das Achte in Folge).

Folgend ein weiterer Ausschnitt aus der E-Mail, in der man die Maßnahmen darlegt, die nun ergriffen werden:

"Meanwhile, we are weathering a monster of an economic storm, one that requires additional swift action and some very difficult decisions. First, we are going to have to further reduce our headcounts and our budgets immediately, to help meet a new, lower breakeven target. More specifically, our current plan is to reduce our headcount by approximately nine percent of AMD’s ‘product company’ headcount in the first quarter through a combination of attrition, previously communicated divestitures, and a reduction in workforce. These reductions will be primarily focused on manufacturing and sales, marketing, and general and administrative functions, while limiting R&D reductions wherever possible.

Beginning in February, I will be taking a temporary reduction of 20 percent in base salary. In the U.S. and Canada, we will implement similar salary reductions of 15 percent for VPs, 10 percent for all other non-overtime eligible employees, and 5 percent for all overtime-eligible employees. Outside North America, I am asking all AMDers to take comparable pay cuts – the details of which will be determined with local management next week."


Neben dem Verlust von neun Prozent der Mitarbeiter, was übrigens absolut einem Personalabbau von rund 1000 Kräften entspricht, stehen Gehaltskürzungen auf dem Programm, die ab 1. Februar in Kraft treten sollen.
Er selber wird auf 20 Prozent seines Gehalts verzichten, die stellvertretenden Vorsitzenden auf 15 Prozent, die nicht überstundenfähigen Mitarbeiter auf 10 Prozent und alle weiteren auf 5 Prozent.


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4 Kommentare

4.) KonKorT 19.01.2009 - 14:27 Uhr
In den USA haben die Banken an jeden Kredite verteilt. Dann kam was kommen musste: Die "kleinen Leute" konnten ihre Kredite nicht mehr zurückbezahlen und die Banken hatten damit ein Liquiditätsproblem (nichts Bares mehr) und sind in Folge dessen Pleite gegangen, siehe Lehman Brothers.
Firmen, die von diesen Banken Kredite hatten bzw. dort Geld angelegt haben, haben jetzt natürlich auch nichts mehr - bis auf eine kleine Garantiesumme.

Damit nicht alle Banken wegbrechen - dies würde eine Kettenreaktion auslösen und auch Unternehmen in den Ruin ziehen -, hat der Staat den maroden bzw. betroffenen Banken - die Amerikaner haben ihre "billigen" Kredite auch ins Ausland verkauft - Kredite in Millarden-Höhe zur Verfügung stellt.
In der Regel leihen sich die Banken in Krisenzeiten untereinander Geld. Aber das Misstrauen - die Bank wusste ja nicht wie schlimm es schon mit der anderen steht und riskiert ja damit sein Geld nicht wiederzubekommen - war eben so groß, dass der Staat hier eingreifen musste als Bürger, um Schlimmeres zu verhindern.

Zu diesem ganzen kommt der psychologische Faktor hinzu: Die Arbeiter sind verunsichert, wissen nicht, ob ihre Firma auch betroffen ist und haben vielleicht privat auch durch die Krise Geld verloren - man bedenke, dass auch der Aktienmarkt aufgrund der Unsicherheiten stark eingebrochen ist.
Diese Unsicherheit mündet dann auch oftmals darin, das Geld mehr beisamen zu halten und geplante Investitionen zu verschieben.

Das Ganze ist nicht so einfach und ich bin da auch kein Experte. Ich hoffe dennoch sehr bündig die Problematik umrissen haben zu können.
3.) Duplex 19.01.2009 - 13:59 Uhr
warum , du bekommst doch net unwarscheinlich den selben lohn oder ?
2.) Cocus 19.01.2009 - 12:26 Uhr
Weils eben nicht bei jedem so ist...
1.) Duplex 19.01.2009 - 12:19 Uhr
irgentwie hat sich für mich persönlich eigentlich nix geändert seit diese "kriese" da ist , ich geh genau so wie früher in läden und kaufe die sachen was ich brauche , ich kaufe mir genau so teile fürn pc ect... warum brechen dann die ganzen billanzen zusammen ?