Seagate bezieht Stellung zu erhöhten Ausfällen

FestplatteVorgestern wurde im Web eine Lawine losgetreten: Wir berichteten über das Massensterben bei Seagates Barracuda 7200.11. Plötzlich kaputtgehende Festplatten, die ohne teure Wiederherstellungssoftware irreparabel schienen.
Inzwischen hat Seagate, obwohl es den ersten Hinweis auf ein Massensterben schon Ende November gab, gestern reagiert, als der Mediendruck immer stärker wurde.

Nach einer ausführlichen Analye sei man zum Ergebnis gekommen, dass nicht nur die Seagate Barracuda 7200.11 betroffen sei, sondern auch die Familien Barracuda ES.2 SATA und DiamondMax 22. Inzwischen hat man in der Support-Datenbank alle Serien mit Modellnummern gelistet - fortfolgendes Bild zeigt sie.
Auffällig sind hier die vielen Einträge bei eben jener Seagate Barracuda 7200.11. Offenbar sind alle Platten dieser Reihe, die bis Dezember 2008 produziert wurden, vom Problem direkt betroffen.

Betroffene Seagate-Festplatten

Falls man seine Modellnummer im vorliegenden Bild wiederfindet, sollte man Seagate über die E-Mail-Adresse discsupport@seagate.com kontaktieren und dabei die Modell- und Seriennummer sowie Firmware-Revision seiner Festplatte nennen. Darauf wird Seagate dann eine neue Firmware zusenden, die das Problem behebt.
Ist die Festplatte allerdings schon zerstört worden, so soll man sie - sofern im Rahmen der Garantiezeit - an Seagate zurücksenden. Aus Kulanzgründen heißt es würde Seagate dann nicht nur eine neue Festplatte zurückschicken, sondern auch die alten Daten auf die Neue zurückspielen.

Abseits dessen hat Seagate gestern die Barracuda-7200.12-Reihe offiziell vorgestellt.


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11 Kommentare

11.) QRT 18.01.2009 - 18:24 Uhr
Auch schon gelesen, langsam wird es Zeit für Taten!

Ansonsten müsste man wirklich schon fast in Richtung Rufmord gehen. Seagate-Platten den Boykott aussprechen und alles richtig puplic machen.
Dann wird es für Seagate schwer werden, das Image wieder ins rechte Licht zu rücken.
Die Investoren werden sich auch verabschieden..es liegt sozusagen an uns allen, und wieviel wir mitmachen "wollen".
10.) eXEC 18.01.2009 - 15:10 Uhr
Um mal diesen ganzen Lobeshymden vorwegzugreifen: Seagate macht nur diesen Schritt, weil in der Öffentlichkeit die Resonanz momentan zu groß ist!
Bevor das bei den Magazinen betitelt wurde, waren einfach alle Threats zu diesem Thema mit "Self Solved" geschlossen!
Das ist einfach nur dreißt!

Die Datensicherung ist nur eine teure Maßnahme um den PR-Verlust entgegenzuwirken! Ohne die News bei Computerbase und co. wäre das nie passiert!
9.) RudolfTheReentier 18.01.2009 - 13:54 Uhr
So, hab den Support auch mal angeschrieben, mal sehen was da kommt.
8.) N1truX 17.01.2009 - 23:02 Uhr
Ich bin da ganz zuversichtlich. Seagate ist in Sachen Support eigentlich ganz gut und auch kulant.
7.) QRT 17.01.2009 - 22:42 Uhr
ja, steht doch mit oben in der Liste. Seagate hat Maxtor geschluckt.

Ich bin auch mit dabei, und dabei war ich mir eigentlich sicher, eine nach Daten langlebige Platte gekauft zu haben. ST3500320NS

Support wurde auch schon angemailt und nun bin ich gespannt ob uns betroffenen auch geholfen wird.
6.) RudolfTheReentier 17.01.2009 - 21:21 Uhr
Ich habe eine Maxtor STM3500320AS DiamondMax 22 32MB SATA2. Könnte meine Platte das auch betreffen???
5.) N1truX 17.01.2009 - 15:59 Uhr
Also ich hab auch einfach auf die CC1H geflasht bei meiner und da gab es keine Probleme.
Aber als grundlegender Tipp - Wenn man sich eine neue HDD holt erstmal 3-6 Wochen parallel zu einer anderen Fahen und keine wichtigen Dokumente drauf haben. In den ersten Wochen ist die Ausfallrate allg. sehr hoch, dann erst nach 3-5 Jahren wieder (je nach Serie) - Die Ausfallwahrscheinlichkeuit bei HDDs kann man also als "Wannenform" bezeichnen ;-)
4.) Dttf 17.01.2009 - 15:09 Uhr
Habe eine der betroffenen Festplatten momentan in Betrieb. Ist es gefahrlos die neue Firmware aufzuspielen? Hab nur diese Festplatt eingebaut und könnte mir einen Ausfall grade nicht wirklich erlauben...
3.) N1truX 17.01.2009 - 14:29 Uhr
Nicht wirklich ;) Ich denke die haben auch Geräte mit denen man einfach das Update/den Fix drauf flashen kann. Bei RAM-Modulen wird das ja auch so mit den SPDs gemacht.
Und als mit größter HDD produzent sollte man auch eigene Spezialisiten und Tools haben ;)

PS: Hab Seagate schon zwecks Update für meine 1,5 TB angeschrieben. Da mein Rechner eh 24/7 läuft is das Risiko bei mir ja zum Glück kleiner^^
2.) Luk Luk 17.01.2009 - 13:55 Uhr
Da stimme ich dir zu.
Finde ich sehr gut von Seagate, dass die JEDE ausgefallene Festplatte wiederherstellen wollen. Wenn man bedenkt, dass solche professionellen Ausleseprogramme unglaublich viel kosten, dann wird Seagate wohl ziemlich viel zu bezahlen haben.
1.) NoName 17.01.2009 - 13:35 Uhr
Hardware-Infos:
Aus Kulanzgründen heißt es würde Seagate dann nicht nur eine neue Festplatte zurückschicken, sondern auch die alten Daten auf die Neue zurückspielen.


Das wäre dann die ideale Lösung für alle Beteiligten, wenn Seagate es denn so umsetzt. Zum einen erhalten die geschädigten eine Funktionsfähige HDD mit ihren Daten, und zum anderen kann Seagate einen größeren Imageschaden abwenden. Es ist zwar ärgerlich, dass so ein Fehler überhaupt aufgetreten ist, aber es ist halt passiert und man kann jetzt nur noch versuchen das beste draus zu machen.

Die Frage ist jedoch, ob Seagate auch dann die Daten zurückspielen würde, wenn es keinen solchen Aufschrei im Internet gegeben hätte ;) Immerhin war der Fehler schon paar Wochen bekannt und Posts/Tickets im Forum wurden gelöscht bzw. als abgeschlossen gekennzeichnet. Nichtsdestotrotz ist es die beste Reaktion von Seagate die es hätte geben können.