Erste Intel-Core-i5-Benchmarks (Lynnfield)

IntelDie fernöstliche Hardware-Seite Expreview wartet heute mit ersten Benchmarks des Mainstream-Prozessors Core i5 auf, welcher ab dem dritten Quartal nächsten Jahres erhältlich sein soll und die offizielle Nachfolge der Core-2-Quad-Prozessoren antreten soll.
Wie auch der Core i7 basiert er auf der neuen Nehalem-Architektur, bekommt jedoch einen eigenen Sockel mit 1156 statt 1366 Kontaktflächen spendiert sowie einen neuen Chipsatz namens Ibexpeak, bei dem es sich um ein Plattform-Controller-Hub handelt, der diverse Funktionen über einen einzigen Chip vereint (Bild, Ton, LAN, PCI- und PCI-Express-Schnittstellen, Serial-ATA-Ports, USB etc.).

Einschränkungen muss Lynnfield, so der Codename des Prozessors, insofern gegenüber Bloomfield (Core i7) eingehen, als dass das Speicherinterface wieder zwei- statt dreifach ausgelegt ist. Die irrsinnige Speicherbandbreite der Core-i7-Prozessoren verpuffte in Desktop-Anwendungen aber sowieso, wie bereits zahlreiche Artikel konstatiert haben.
Bis auf diese Tatsache muss Lynnfield kaum Kompromisse eingehen: Hyperthreading wird ebenso an Bord sein wie SSE4.2, das neue Cache-System mit 4x 256 KiB L2-Cache und 8192 KiB L3-Cache oder auch der Turbo Mode.

Intel Core i5 mit 4x 2,13 GHz im Cinebench R10

Expreview hat jetzt vorab ein Vorserien-Muster des Lynnfield aka Core i5 testen können. Dieses wurde mit 4x 2,13 GHz angesprochen, was nicht zwangsläufig heißt, dass die späteren Modelle auch mit diesen Taktfrequenzen starten, man darf jedoch von etwas humaneren Taktraten als bei den Bloomfield-Prozessoren ausgehen.

Als erstes hat man Intels kommenden Mainstream-Prozessor im Cinebench R10 getestet. Hier erzielte die CPU 3134 (1-Kern) bzw. 12523 (4-Kern) Punkte. Die Skalierung liegt hier also bei beeindruckenden 400 Prozent; die Core-i7-Prozessoren liefern häufig sogar Werte, die mit bis zu 408 Prozent über dem theoretischen Maximum liegen, deutlich wird aber auch hier bereits der Vorteil gegenüber den Core-2-Quad-Prozessoren, die mit rund 360 Prozent doch relativ weit vom Optimum entfernt bleiben.
Rechnet man die Taktfrequenz des Core i7 auf 2,13 GHz herunter - wir haben an dieser Stelle auf Werte der Kollegen von Computerbase zurückgegriffen -, so ist dieser rund 2 bis 3 Prozent schneller pro Takt als der Core i5.
Trotz des Taktnachteils von 533 MHz rechnet der Core i5 hier übrigens 6 Prozent schneller als der Core 2 Quad Q9450.

Intel Core i5 mit 4x 2,13 GHz in SuperPI

Im ebenfalls CPU-lastigen SuperPI-Benchmark benötigt der Core i5 zur Berechnung der Stelle Pi auf 1 Millionen Nachkommastellen 19,017 Sekunden. Die Pro/Taktleistung des Core i7 ist an dieser Stelle rund 4 Prozent höher. Für den Core i5 reicht es an dieser Stelle auch nicht mehr, den Core 2 Quad Q9450 mit 2,13 GHz zu überholen. Hierzu müsste er zwischen 2,3 und 2,4 GHz takten.
Weiter wurde die Performance im Fritz-Cheese-Benchmark sowie im 3DMark-Vantage-CPU-Test überprüft. Gerade bei letzterem sind die Werte jedoch etwas merkwürdig und sollen daher vorerst unkommentiert bleiben.

Mit dem Core i5 wird Intel Nehalem ab dem dritten Quartal 2009 für jedermann erschwinglich machen. Nach diesen ersten Tests braucht man sich nicht vor dem Core i7 zu verstecken. Die Performancenachteile liegen pro Takt bei rund 2 bis 4 Prozent und bis zum offiziellen Launch bleibt noch genügend Zeit zur Optimierung.
In puncto Taktfrequenz wird Core i5 wahrscheinlich hinter Core i7 angesiedelt sein, um dessen Vormachtstellung nicht zu gefährden. Modelle mit 4x 2,13, 2,26 und 2,40 GHz wären beispielsweise zum Launch denkbar. Sicher ist, dass Intel auch für das Mittelklasse-Segment starkes in der Hinterhand hat, wenngleich die AMD-Phenom-II-Prozessoren keinesfalls unterschätzt werden sollten.


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8 Kommentare

8.) (th) 10.12.2008 - 17:47 Uhr
Allerdings hatte der i7 3gb ram, der Phenom 4...
7.) f1delity 10.12.2008 - 08:48 Uhr
Die Benchmarks sehen okay aus, aber es kann ja genausogut sein, dass genau unter diesen Bedingungen der Deneb schneller ist als i5 usw. ohne vollständigen Test ist das relativ belanglos, auch wenn es an sich recht konstant gute Leistung mal schneller und mal langsamer als die Konkurrenz zeigt.

Nach dem i7 nun der i5, ich hoffe der Deneb wird noch ne kleine Performanceüberraschung mitbringen, dann wär der nächste PC schonmal ~400€ günstiger günstiger.
6.) KonKorT 09.12.2008 - 19:17 Uhr
die wurden hier aus gutem Grund nicht in Form einer News gebracht...
5.) (th) 09.12.2008 - 17:51 Uhr
http://www.pcgameshardware.de/aid,66988 ... II_X4_940/
eig off-topic -> inoffizielle Spiele Benches des Phenoms
4.) KonKorT 09.12.2008 - 17:47 Uhr
Ja, Core i5 ist auf Q9450-Niveau und wird gegen AMD antreten. Ob das gut oder schlecht ist für AMD, bleibt abzuwarten.
3.) (th) 09.12.2008 - 17:34 Uhr
warte warte - wird der i5 hier mit dem Q9450 verglichen? Die spielen auf einer Ebene? Hmm interessant, denn genau das ist doch der "offiziele" Konkurrent der AMD Prozessoren... gute News fuer AMD?
2.) eXEC 09.12.2008 - 17:29 Uhr
Der Core i7 920 ist an sich ein guter CPU, aber die Boards sind schweine teuer und man MUSS DDR3-RAM verwenden, welcher das doppelte wie DDR2 kostet aber effektiv nichts bringt.
1.) Duplex 09.12.2008 - 15:29 Uhr
also ich finde die Core i7 net mal so teuer , nur die boards sind das gegenteil...