Intel-Nehalem-TLB-Bug längst ausgemerzt

IntelDer gestrige Tag stand in der Hardware-Welt unter einem einzigen Stern: Intels TLB-Bug im Nehalem. Nachdem die Gemüter hochgekocht waren, scheint man sich allmählich allerorts zu beruhigen, obwohl ein offizielles Intel-Statement weiterhin auf sich warten lässt.
Die Kollegen von Tech Report konnten den Intel-PR-Manager Dan Snyder zu einem Kurzinterview überreden. Dieser erläuterte den Eintrag und stellte klar, dass dieser längst nicht mehr akut sei.

So stimmt es zwar offenbar, dass im Nehalem ein TLB-Bug vorlag und dieser auch über ein BIOS-Update ausgemerzt werden musste, allerdings sollen die Mainboard-Hersteller dies schon getan haben, ehe der erste Core i7 in die Arme eines Besitzers wechselte. Sowieso handelt es sich hierbei um einen Eintrag, den man fälschlicherweise immer nur wieder mit in die Dokumentation aufgenommen hatte.
Dies deckt sich mit unseren Erfahrungswerten, wonach - wie gestern geschrieben - schon die Core-2-Prozessoren in ihrer Dokumentation mit einem TLB-Bug ausgezeichnet wurden.

"The AAJ1 Clarification of TRANSLATION LOOKASIDE BUFFERS document is a SPEC CLARIFICATION, and is simply a pointer to a previous document written in April 2007. SPEC CLARIFICATION AAJ1 was initially added due to an issue on the Intel® Core 2 Duo processor which was previously corrected with a BIOS update; this issue does not impact the Nehalem Family of CPUs. There are errata on the Intel Core i7 processor that relate to the TLB. These all relate to improper translations or error reporting, and all of those that impact functionality have been fixed via BIOS updates prior to Core i7 launch." (Intel-PR-Manager, Dany Snyder)

Obwohl das Dokument seit 12. November bei Intel einsehbar ist, soll der Stand des Dokuments von April 2007 beruhen, weswegen dort eben auch noch auf Problemlösungen hingewiesen wurde, die bereits längst in die Tat umgesetzt wurden.
Was Tech Report leider nicht im Interview erfragte, war, ob durch das damalige Patchen per BIOS-Update Performanceeinbrüche in Kauf genommen werden mussten. Höchstwahrscheinlich war dies aber auch nicht der Fall.


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7 Kommentare

7.) KonKorT 03.12.2008 - 12:16 Uhr
In SuperPi benötigt der 965 XE 12,25 Sekunden, der QX9770 14,49 Sekunden.

Quelle: Computerbase
6.) KodeX 03.12.2008 - 08:18 Uhr
Eigentlich nicht, denn ein Phenom-System ist einem Penryn-System in SuperPi derart unterlegen, dass das Ergebnis nicht die eigentliche Pro/Takt-Leistung wiederspiegelt. SuperPi ist nur einer von vielen synthetischeb kleinen Tests - und sogar ein ziemlich unbedeutender.
5.) (th) 03.12.2008 - 01:11 Uhr
mich wuerde ein SuperPi-wert des Nehalem interessieren - das wuerde aussagekraft ueber Effizienz pro Takt geben.
4.) KodeX 03.12.2008 - 00:01 Uhr
Die Spieleleistung des Nehalem hat nichts mit irgendwelchen Bugs zu tun. So schlecht, wie einige hier sagen, ist Nehalem in Spielen außerdem überhaupt nicht. Kommen mehrere Grafikkarten zum Einsatz, so profitiert das Nehalem-System deutlich vom schnellen QPI-Interface - bei Penryn limitiert an dieser Stelle der gute alte FSB, woraus resultiert, dass schnelle Grafiklösungen unter Nehalem deutlich besser skalieren, als bei Penryn.
3.) Bulldozer 02.12.2008 - 23:34 Uhr
@CaptainCosmotic

Das könnte sein das der Nehalem Bugs hat und eine Schwache Leistung hat, aber dann müsste er auch bei anderen Anwendungen deutlich abkakken, z.b. 3D Mark Vantage, spezielle CPU Auslastungen usw. In diversen tests ist der Nehalem deutlich schneller als der QX9770, manchmal mit 10-30%. In Spiele hat sich der Nehalem nicht bewiesen, eine 2 Kern CPU für 130 € ist in Games den Nehalem weit überlegen.
2.) CaptainCosmotic 02.12.2008 - 23:10 Uhr
Manno. Aber vllt lässt sich so die relativ schwache Spieleleistung des Nehalem erklären. Es kann ja sein dass er ein wenig beschnitten ist. Oder?
1.) (th) 02.12.2008 - 17:59 Uhr
Da waren alle schon gluecklich das AMD wieder gut dran sein koennte und das auch Intel probleme mit 4kernern hat und dann sowas...