AMDs Zukunftspläne für Dresden

AMDDie Branche tendiert derzeit dazu, die Fertigung von Mikrochips auszulagern, wodurch immer mehr sogenannte "Foundry Companies" entstehen. So auch bei AMD, die sich im Januar nächsten Jahres mit Advanced Technology Investment Company (ATIC) aus dem Wüstenstaat Abu Dhabi zusammenschließen werden, um die kostenspielige Herstellung von Chips nicht mehr vollständig auf eigenen Schultern zu tragen. AMD wird 44,4 Prozent der Produktionsstätten behalten, der Rest fällt ATIC zu. Im Aufsichtsrat des neuen Unternehmens werden die Plätze jedoch zu gleichen Teilen verteilt sein.

Udo Nothelfer, Vizepräsident im Bereich Fertigung und Technologieentwicklung der Fab 36, hat auf einer Konferenz in München die weitere Vorgehensweise für Dresden bekannt gegeben.
Demnach sollen in Zukunft nicht nur AMD-CPUs in Dresden gefertigt werden, sondern auch ATI-Grafikchips. Dazu wird zusätzlich zum aktuellen 45 nm SOI (zukünftig 32 nm SOI) ein 32 nm Bulk-Prozess installiert. In der Fab36 läuft derzeit die 45 nm-Fertigung an, die noch in diesem Quartal auf Shanghai und Deneb zum Einsatz kommen soll.

Des Weiteren wurden erste 32 nm-Samples hergestellt, die mithilfe der nahezu gleichen Immersionslithografie produziert wurden. Gleichzeitig wird Fab38, ebenfalls in Dresden angesiedelt, auf moderne 22 nm-Produktion ausgebaut. Dadurch sollen 50.000 Waferstarts im Monat möglich sein, 25.000 pro Fabrik.


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2 Kommentare

2.) KonKorT 10.11.2008 - 12:10 Uhr
Jo, es gab eigenltich noch nie schlechte Nachrichten zu Shanghai. Alle Vorberichte waren immer sehr positiv. Am Donnerstag weiß dann auch die Allgemeinheit bescheid.
1.) (th) 10.11.2008 - 01:49 Uhr
http://www.computerbase.de/news/hardwar ... enchmarks/
Das sieht gut aus. Und die Dinger werden in Dresden produziert.