Siemens steigt aus dem Computer-Geschäft

UnternehmenBereits im September gab es Gerüchte, dass Siemens aus dem Computer-Geschäft aussteigen würde. Seit heute gibt es Gewissheit darüber: Siemens wird das 2001 gegründete Joint-Venture mit Fujitsu zum 1. April 2009 auflösen, indem man den Japanern die restlichen 50 Prozent Marktanteil überschreibt, so dass diese im vollständigen Besitz der aktuell noch unter dem Namen Fujitsu-Siemens verkauften Computersparte sind.

Siemens verlangt für das Abtreten der Marktanteile rund 450 Millionen Euro von Fujitsu. Eine Summe, die das 1935 gegründete Unternehmen mit einem Jahresumsatz von umgerechnet 810 Millionen Euro (2007), nicht aus der Portokasse zahlen kann.
Hierzulande werden daher auch Arbeitsentlassungen einkalkuliert. Das Augsburger Werk mit 2000 Angestellten soll zwar erst einmal gehalten werden, die übrigen 6200 deutschen Beschäftigten stehen allerdings vor einer ungewissen Zukunft.

Der momentane Vorstandsvorsitzender Bernd Bischoff wird mit Auflösung des Joint-Ventures aus offiziell verlautbaren "persönlichen Gründen" das Unternehmen verlassen. An dessen Stelle soll Kai Flore treten.

Wie eingangs erwähnt gab es schon in den letzten Wochen vermehrt Spekulationen darüber, dass Siemens die Computersparte abtritt. Man zeigte sich zuletzt unzufrieden über die erzielten Ergebnisse, an die unter anderem der starke Kurseinbruch des Dollars schuld ist.
Mit Fujitsu-Siemens verliert Deutschland den letzten, bedeutenden Computer-Hersteller.


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2 Kommentare

2.) Cartman 04.11.2008 - 21:53 Uhr
Schade. :(
1.) (th) 04.11.2008 - 17:08 Uhr
Echt traurig. Mein Monitor (Fujitsu Siemens) 22" ist noch MADE IN GERMANY. Das war wohl fuer laengere Zeit das letzte deutsche Teil. (Ausser die AMDS werden gut)

PS was ist das fuer ein Deutsch "Siemens steigt aus dem Computergeschaeft" (AUS ???)