Nforce-Boards verschenken PCI-Leistung

MainboardsAus Rechtsstreitigkeiten mit dem Chipsatzhersteller OPTi ist für Nvidia ein ernstes Problem geworden: OPTi, vor einiger Zeit noch eine bekannte Größte im Chipsatzmarkt, hält ein Patent auf eine PCI-Prefetch-Lösung, die Nvidia einsetzt. Dieser PCI-Prefetch sorgt dafür, dass die vorhandene PCI-Bandbreite und -Latenz in einem System besser genutzt wird.

Nvidia wurde sich in der Vergangenheit mit OPTi bezüglich der Lizenzierung dieser Technologien nicht einig. In Folge dessen wurde der Konzern aus Santa Clara Anfang 2007 gezwungen, das Feature aus allen Chipsätzen zu entfernen. Dabei betraf dies jedoch nicht nur neu produzierte Mainboard-Systeme, die seit dem ohne dieses Features ausgeliefert wurden, sondern auch alle bereits verkauften Mainboards ab der Nforce-500-Serie: Bei diesen musste Nvidia nun dafür sorgen und dies dokumentieren, dass diese Feature abgeschaltet wurde.

Dazu wurden alle Mainboard-Partner angewiesen, entsprechend neue BIOS-Varianten zu erstellen und ältere BIOS-Varianten, die den PCI-Prefetch noch aktiv haben, nicht mehr anzubieten. Bei allen neu vorgestellten Versionen ist die Funktion von Haus aus nicht mehr aktiv.

Betroffen durch diese Verschlechterung sind nicht nur PCI-Erweiterungskarten, sondern ebenfalls auch alle Chips, die auf dem Mainboard über PCI-Leitungen angebracht sind. Mitunter können mit LAN-, RAID- oder Firewire-Controller auch Mikrochips vorhanden sein, welche durch eine verringerte Leistung bereits stark eingeschränkt werden könnten. Ebenfalls über PCI angebunden sind oft Soundcontroller oder weitere auf dem Mainboard vorhandene Sonderfunktionen.


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