Intel Skulltrail-Reinkarnation unter Nehalem

IntelGemäß einem Bericht auf Fudzilla wird Intel Skulltrail mit Nehalem zu neuem Leben erwachen. Die Enthusiasten-Plattform, die bisher als einzige den SLI-Betrieb auf einem Intel-Brett erlaubt, hat zwar leistungstechnisch mit zwei verbauten QX9775-Prozessoren keinen Rost angesetzt, blieb aufgrund diverser Probleme allerdings mehr ein gut gemeintes Projekt in der Theorie, das Intel nach den Negativ-Meldungen schnell wieder in der Schublade versteckte.

Die Verkaufszahlen sollen laut Fudzilla zwar gar nicht einmal so schlecht ausfallen, dennoch wurde es als einst gedachtes Marketinginstrument schnell wieder verbannt. Mit Nehalem gibt man Skulltrail (deutsch: Totenkopfpfad) eine zweite Chance.

Bekannt ist über die zweite Skulltrail-Plattform, dass sie auf insgesamt zwei Nehalem-Prozessoren vertrauen wird. Somit stehen dem Besitzer eines solchen Systems 8 Rechenkerne bzw. 16 Threads zur Verfügung. Vermutlich bedient man sich dazu nicht beim Desktop-Prozessor Bloomfield, sondern Gainestown, der praktisch baugleich zu Bloomfield ist, jedoch aufgrund seines Einsatzgebiets (Server) von vornherein zwei QPI-Links bereitstellt und nach Intel jüngsten Roadmaps zeitgleich das Parkett betreten wird.

Wie die weitere Ausstattung der Enthusiasten-Plattform aussehen wird, muss noch abgewartet werden. SLI dürfte jedoch erneut zum Pflichtenheft dazugehören, zumal ja auch die Desktop-Plattform mit X58-Chipsatz den Betrieb zweier Nvidia-Grafikkarten unterstützen wird.
Wann die zweite Skulltrail-Generation präsentiert wird, ist noch ungeklärt. Auf den ersten Blick ist gegen einen Launch in 2008 aber nichts einzuwenden.


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2 Kommentare

2.) KonKorT 04.10.2008 - 13:48 Uhr
Naja, auch die Performance war ein Problem. Gerade weil man die Plattform pro Gamer angekündigt hatte. In Spielen brachten die seinerzeit acht Kerne aber rein gar nichts. Im Gegenteil: Der Stromverbrauch stieg ins Unermessliche.

Ich meine, dass so ein Skulltrail-System nur 10-20 Prozent in alltäglichen Anwendungen schneller war als ein 800-Euro-System mit Q9650 oder so. Der Mehrpreis war dann Faktor vier oder so höher, es war also auch noch der Preis eine Achillesferse.

Zu guter Letzt gab's dann ja auch noch die diversen Plattformprobleme, die in der verlinkten News nachzulesen sind. Kurzum: Es kann eigentlich nur besser werden. ;)
1.) DIESEL82 04.10.2008 - 13:41 Uhr
das hauptproblem war ja der preis und das dürfte sich auch bei der nächsten generation nicht ändern. geil, aber einfach zu teuer. naja, warte mit ner neuanschaffung eh noch bis dx11. mal gucken was es dann so schönes gibt aufm cpu markt.