Nvidia muss weltweit Stellen streichen

NvidiaNvidia hat heute überraschend via Pressemitteilung ankündigen müssen, mehrere Stellen innerhalb kürzester Zeit zu streichen. Bis zum 26. Oktober sollen insgesamt 360 Stellen abgebaut werden, was immerhin 6,5 Prozent der Nvidia-Belegschaft entspricht. Zunächst wird dies das Unternehmens-Portmonee noch einmal um 7 bis 10 Millionen US-Dollar belasten. Bei Nvidia heißt dies Restrukturierungsmaßnahmen, worunter Abfindungen sowie eventuelle Neuausrichtungen aufgrund der personellen Einschränkungen zu fassen.

Wie es in der Pressemitteilung weiter heißt, ist keine konkrete Sparte bei Nvidia betroffen. Die 360 Angestellten kommen demnach aus den verschiedensten Segmenten.
Nvidias CEO Huang bedauert den Stellenabbau, bezeichnet die Maßnahmen als schwierig, aber angesichts der Geschäftsrealität als notwendig. Zugleich blickt er optimistisch nach vorne und nennt insbesondere CUDA und Tegra als die Wachstumsmärkte im Nvidia-Stab.

Im vergangenen Quartal hat Nvidia seit Jahren erstmalig wieder einen Verlust hinnehmen müssen, und zwar in dreistelliger Millionenhöhe. Grund war neben den schwachen Absatzmarkt bei Grafikchips allen voran die große Rückrufaktion, die offenbar mit mehr als 200 Millionen US-Dollar letztenendes teurer war als angenommen.
Bis heute ist ungeklärt, wo die Ursache der defekten Grafikchips liegt. Zuletzt wurde auch TSMC aufgrund falscher Empfehlungen als Mitschuldiger genannt. Sicher ist nun, wer jetzt die Leittragenden sind: die Mitarbeiter des grünen Riesen.


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6 Kommentare

6.) hmd 22.09.2008 - 09:59 Uhr
Ich glaub das nicht, es ist immer ne Frage der kreativen Buchführung wie die angeblichen 200 Millionen verrechnet werden. Eine einmalige Zahlung durch Rückrufaktion lässt sich viel einfacher vor dem Aktionär verkaufen, als Konkurrenzunfähigkeit im Grafikkarten-Sektor (Hauptsegment). Das Problem einer Firma liegt nie in einer einmaligen Rückrufaktion. Wenn man Stellen streichen muss, verdient man zu wenig mit den Produkten die man im Moment im Angebot hat. Wenn man volle Auftragsbücher hätte, die Chips genügend Gewinn abwerfen würden, würde man doch keine Arbeiter entlassen.

CUDA in Ehren (wissenschaftliche Berechnungen), aber ich glaub dass a) die Konkurrenz in dem Segment in Zukunft so gross gegen Intel sein wird, dass Nvidia dort bald kein Land mehr sehen wird. Schlussendlich ist es auch ne Glaubensfrage auf welche (Entwicklungs)Plattform man setzt und da glaub ich, dass die Neue von Nviaia so gut wie keine Chance am Markt besitzt.
5.) Phenocore 20.09.2008 - 11:48 Uhr
nVidia muss in dem Fall gar nichts. Wenn man die Abschreibungen aufgrund von fehlerhaften Chips rausrechnet, hat nVidia auch im vergangenen Quartal Gewinn gemacht. Das heißt, an sich arbeitet das Unternehmen auch bei unerwartet starker Konkurrenz und teils falsch positionierten Produkten noch profitabel. nVidia will bloß noch profitabler werden und auch der Aktienkurs muss nach oben korrigiert werden, was mit der Stellenstreichung jetzt auch geschehen ist.
4.) Cartman 19.09.2008 - 14:23 Uhr
Das ist zwar kacke, aber zeigt das nicht, dass AMD/Ati aufgeholt haben?
3.) f1delity 19.09.2008 - 10:42 Uhr
Geldgier, nichts anderes.
Aber solange die Karten schnell und preiswert werden fänd ichs cool, wobei ich mir das bei nVidia zur Zeit nicht vorstellen kann.
2.) Duplex 19.09.2008 - 08:16 Uhr
schon hart , jahre lang nur schwarze zahlen die sehr hoch waren geschrieben , 1 Q mit verluste und schon müssen stellen gestrichen werden
1.) Smok66 19.09.2008 - 00:53 Uhr
ohh man jetzt auch noch Nvidia