AMD will sich von Dresdner Werken trennen

AMDAsset Smart - ein Begriff, unter dem sich jeder etwas anderes vorstellen konnte, wurde von AMDs ehemaligen CEO Hector Ruiz gerne genutzt, um eine geplante Umstrukturierung des AMD-Konzernes zu beschreiben. Oft wurde spekuliert, dass sich hinter dem Begriff eine mögliche Trennung von AMDs Fertigungswerken in Dresden verbirgt. So scheint es denn nun auch zu kommen.

Gegenüber dem US-amerikanischen Wirtschaftsmagazin Fortune gab der aktuelle CEO AMDs, Dirk Meyer, bekannt, dass ein Spin-Off der beiden Werke geplant sei. AMD würde sich damit komplett zu einem Unternehmen, das ähnlich wie bisher Nvidia oder AMDs Grafiksparte ATI - aber auch vieler andere Halbleiterunternehmen - sich auf die Entwicklung und den Verkauf von Mikrochips konzentriert; die Fertigung wird dann von anderen Firmen übernommen.

Inwieweit die Dresdner AMD-Werke dabei weiterhin eine Rolle tragen, ist noch nicht ganz geklärt. Eventuell werden diese Werke einem Unternehmen verkauft und dieses lässt dort weiterhin für AMD produzieren - im Falle einer nicht vollständigen Auslastung könnten dann Produkte für andere Unternehmen produziert werden. Dirk Meyer lässt im Interview Raum für Spekulationen:

„We’re going to go away from a captive fab model to more of a fables model for the CPU part of the business“.

AMD besitzt seit der Übernahme von ATI gute Beziehungen mit dem größten Auftragsfertiger der Welt TSMC. Taiwan Semiconductor Manufacturing - so der volle Name des Unternehmens - hat seit einiger Zeit auch einen eigenen SOI-Prozess in Entwicklung. Seit der K8-Architektur nutzt AMD das SOI-Verfahren zur Fertigung der eigenen Prozessoren. Damit könnte sich TSMC als möglicher Partner AMDs herausstellen.


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5 Kommentare

5.) Duplex 10.09.2008 - 11:22 Uhr
naja könnte mir gut vorstelln das einige firmen auf die scharf sind ^^ diese haben ja schlieslich erfahrung und wissen bei sich aber alle werdens mit sicherheit nichtsein vllt ein teil von ihnen
4.) f1delity 10.09.2008 - 10:28 Uhr
Wär schon cool, wenn AMD wieder ordentlich zu Kräften kommt, aber was machen die 2800 Arbeiter dann, die werden bestimmt nicht vom Käufer übernommen, wenn überhaupt nur ein winziger Teil.
3.) Duplex 09.09.2008 - 21:31 Uhr
îch zweifel wirklich dran das AMD ein werk in europa irgentwann erneut aufbaun wird , ich würde sagen vor 2020 wird sowas nicht geschehn , da wird lieber in wachstumsländer wie China gebaut , mit deutschen bzw. europäischen personal was günstiger sein wird leider leider , die Qualität unterwiegt nunmal heutzutage die Quantität
2.) Luk Luk 09.09.2008 - 20:07 Uhr


HALLO? Na toll, sowas hat Deutschland gebraucht......hoffentlich wird AMD bald stärker und wird wieder ein Werk in Deutschland bauen, sonst ist es doch blöd..... :twisted:
1.) Duplex 09.09.2008 - 18:41 Uhr
naja AMD kämpft ja ums nacke Überleben und in son Teuren Land wie deutschland kann man es gut nachvollziehn das man das Werk Schliesen/verkaufen oder ähnliches vorhat

wen die eigentlich zu TSMC wechseln bzw. ihre CPUs da auch herstellen lassen , kann eigentlich TSMC von heute auf morgen das umkrempeln oder muss sihc AMD erst gedulden bis maschinen und so aufgebaut sind ?